Zuckt Miezes Schwanzspitze, bahnt sich Ärger an

Copyright: Marion Friedl

Wedelt der Hund mit dem Schwanz, dann freut er sich. Tut es die Katze, bedeutet es das Gegenteil. Damit ist schon mal ein Grund klar, warum es zwischen Hund und Katze krachen kann. Aber auch der Mensch sollte das wissen und er sollte berücksichtigen, dass es kritisch wird, wenn die Katze nur ihre Schwanzspitze bewegt. Dann ist sie nämlich äußerst angespannt und duldet keine Störungen.

Konzentrierte Katzen hassen Störungen

Schon mal gesehen? Da liegt die Katze auf einem erhöhten Platz, fixiert einen Punkt und nur die Schwanzspitze bewegt sich hin und her. Achtung! Diese Katze ist voll auf ein Ziel konzentriert und in dem Moment hasst sie Störungen. Sie lauert und ist angriffsbereit. Da ist nichts, sagen Sie? Oh doch, denn Sie haben die Mücke an der Wand nicht bemerkt, aber der Katze ist sie nicht entgangen. Und die Mücke ist fällig, wenn sie da noch länger sitzen bleibt. Was übrigens auch für Sie gelten kann, falls Sie die Katze jetzt stören sollten: Sie wird dies mit einem verärgerten Hieb beantworten.

Die Schwanzspitze kündigt den Pfotenhieb an

Die Schwanzspitze bewegt sich auch angespannt hin und her, wenn die Katze genug von der Kuschelrunde hat. Da ist ein Missverständnis schnell passiert: Soeben hat die Katze das Streicheln noch genossen, doch jetzt will sie runter vom Schoß. Der Mensch aber ist durch den Fernseher abgelenkt und hält die Katze nebenbei mit der Hand fest, um wieder mit dem Streicheln anzufangen. Keine gute Idee, denn jetzt beginnt die Schwanzspitze ihre Arbeit und bewegt sich hin und her. Eigentlich müsste der Mensch die Anspannung im Katzenkörper fühlen, aber er lässt nicht locker. Und Katzen hassen Zwang. Irgendwann reißt der zuckenden Schwanzspitze die Geduld und jetzt passiert das, was Menschen fassungslos macht: Mieze schlägt zu und nimmt Reißaus.

Die Fellnase gibt eine Lektion Katzensprache

Was, zum Donnerwetter war das? Eben ein Donnerwetter, denn der Mensch hat nicht auf die Signale seiner Katze geachtet und die hat den Überschuss an Liebe  abgewehrt. Schließlich hat sie schon vorher kund getan, dass sie genug hat und sie hat geduldig abgewartet, ob der Mensch seine Hand von ihr wegnimmt. Hat er nicht getan, aber er hat eine Lektion kätzisch dazu gelernt: Zuckende Schwanzspitze = jemanden auf Distanz halten, Verärgerung und schlechte Laune ankündigen. Text/Foto: Marion Friedl

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Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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