Zehn wichtige Bachblüten für Hund und Katze

Copyright: Marion Friedl

Der englische Arzt Dr. Edward Bach (1886-1936) fand 38 Blüten, die nach ihm benannt wurden. Auch viele Tierbesitzer schwören auf die Bachblüten als sanfte, natürliche Helfer. Ein guter Grund, um sich für die Tierapotheke zehn wichtige Blüten und die Notfall-Mischung anzusehen.

Generell gilt: Es kommt bei Verhaltensproblemen und körperlichen Beschwerden auf die genaue Diagnose durch einen Experten an. Bachblüten aus der Apotheke und dem Handel sind nur eine begleitende Hilfe und ersparen nicht den Tierarztbesuch oder die Verhaltenstherapie. Verabreicht werden in der Regel drei mal täglich zwei bis vier Tropfen bzw. Globulis direkt ins Hunde- oder Katzenmaul.

Rescue Remedy (Notfallmischung)

Ein Muss ist die fertige Notfallmischung aus verschiedenen Bachblüten – auch Rescue Remedy genannt. Der Mix aus Clematis (Weiße Waldrebe), Cherry Plum (Kirschblüte), Impatiens (Drüsentragendes Springkraut), Star of Bethlehem (Doldiger Milchstern) und Rock Rose (Gelbes Sonnenröschen) hilft bei Panik, Angst, Stress, Schock, Schreck, Hoffnungslosigkeit und schwindendem Lebenswillen. Die Notfalltropfen können die Zeit erleichternd überbrücken, bis der Tierarzt zur Stelle ist. Die Tropfen werden z.B. bei Hitzschlag, Unfall oder Verletzung, aber auch bei Angst vor Geräuschen (z.B. Gewitter), vor Operationen, vor dem Geburtstermin und in der Sterbehilfe gegeben. Achtung: Bewusstlosen Tieren nichts einflößen, weil Erstickungsgefahr besteht!

Agrimony (Odermennig)

Ist Ihre Katze schnell aus der Ruhe zu bringen? Lässt sie sich ungern festhalten und wird schnell rastlos? Ist der Hund eine Sensibelchen und bleibt ungern allein? Neigt das Tier zu Juckreiz, Magengrimmen, Verstopfung und Übergewicht? Dann kommt Agrimony in Frage. Die Blüte harmonisiert, beruhigt und streichelt kleine Ängste weg.

Cherry Plum (Kirschblüte)

Eine Cherry Plum-Katze wird – auch aus Überängstlichkeit – leicht aggressiv. Das gilt auch für Hunde. Stress und innere Anspannung, Hysterie, Nervosität, Protestpinkeln und übertriebene Fellpflege können weitere Auffälligkeiten sein. Körperlichen Beschwerden sind etwa Allergien/Juckreiz, Durchfall oder Verstopfung, Hauterkrankungen/Ekzeme, Koliken, Krämpfe und Epilepsie.

Chestnut Bud (Rosskastanienknospe)

Übelkeit beim Autofahren, Neigung zu Unfällen, Ungeduld und Vergesslichkeit sind  Symptome, bei denen Chestnut Bud gegeben wird. Diese Blüte hilft auch bei mangelnder Ausdauer, Unaufmerksamkeit, Lernproblemen und das nicht Alleinbleiben können. Chestnut Bud eignet sich auch z.B. bei Rheuma-Anfällen, Magen-Darm-Reizungen, Kreislaufproblemen, Krämpfen, Muskelzucken, Asthma oder Hautpilzen.

Crab Apple (Holzapfel)

Crab Apple ist vor allem bei körperlichen Erkrankungen ein Vielkönner unter den Bachblüten. Crab Apple wirkt reinigend, entschlackend, entgiftend und stärkend. Futtermäkler sind ebenso Kandidaten für Crab Appel, wie Hunde und Katzen mit Ekzemen, Abszessen oder Parasiten. Bei Vergiftungen geht ohne den Tierarzt nichts, aber Crab Apple kann Erste Hilfe leisten. Einige weitere Symptome für Crab Apple: Atemwegserkrankungen, Bindehaut-, Blasenentzündung, geschwächtes Immunsystem, Infektionskrankheiten, Fieber, Warzen, Zahn-, Zahnfleischprobleme.

Gentian (Bitterer Enzian)

Manchem Vierbeiner fehlt der Mumm, er ist misstrauisch und übervorsichtig. Gentian stärkt das Selbstvertrauen, hilft durch unbekannte Situationen, macht gelassener und mutiger. Veränderungen, wie etwa ein Umzug oder Besitzerwechsel, können mit Gentian besser weggesteckt werden. Auch bei der Genesung und beim Verlust eines Menschen oder Tierpartners kann Gentian hilfreich sein. .

Heather (Heidekraut)

Nervt Ihre Fellnase, weil sie wie eine Klette an Ihnen hängt, dauernd bespaßt und gestreichelt werden will und immer der Mittelpunkt sein möchte? Heather ist angesagt bei Geltungssucht, Eigensinn, Eifersucht, Anhänglichkeit, Proteste, Zerstörungswut, Stubenunreinheit, Selbstverstümmelung, Aufdringlichkeit und Lärmen sowie bei u.a. Rheuma, Magen-Darm-Erkrankungen, Verdauungs- und Stoffwechselstörungen.

Holly (Stechpalme)

Holly passt zu Tieren, die grundlos aggressiv werden, plötzlich angreifen, rebellieren, eifersüchtig, missmutig, streitsüchtig und schnell beleidigt sind.  Miesepeter, Tyrannen und Kratzbürsten sollen mit Holly runter kommen. Gesundheitliche Holly-Fälle sind z.B. Altersbeschwerden, Arthrose/Arthritis, Kastrationen, Amputationen, Schmerzen, Entzündungen, Epilepsie, Fieber, Husten, Koliken, Lebererkrankungen.

Honeysuckle (Geißblatt)

Niemand ist gerne traurig, aber auch hier halten die Bachblüten Hilfe bereit: Bei Melancholie, Trauer, Depressionen, Apathie, Jammern, Appetitlosigkeit, Trennung, Tod des Besitzers oder Tierkumpels, Urlaubspflegestelle, Heimweh, Tierheimaufenthalt oder Umzug ist Honeysuckle ein Seelenschmeichler. Es hilft auch bei z.B. Asthma, schlecht heilenden Wunden, Narbenbildung, Kastration und Amputation.

Wild Oat (Waldtrespe)

Launisch, sexuell überaktiv, unkonzentriert, schnell unterfordert, hyperaktiv, nervös? Mit Wild Oat kann man hibbeligen Kandidaten helfen, auf dem Teppich zu bleiben. Überschäumendes Verhalten führt auch zu Zerstörungswut und Selbstverstümmelung. Wild Oat-Typen neigen auch gerne zu Muskelkrämpfen, Prellungen, Schwächeanfällen oder Scheinträchtigkeit. Text/Foto: Marion Friedl

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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