Verwenden Sie das richtige Hundeshampoo

Copyright: Marion Friedl

Hunde sollten nicht zu oft baden, aber manchmal ist es eben nötig. Aber wenn er in die Badewanne muss, dann bitte mit dem richtigen Hundeshampoo. Völlig falsch ist es, den Vierbeiner mit einem Shampoo für Menschen zu baden, denn das hat den falschen ph-Wert.

Wer nach Misthaufen duftet, muss baden

Ich kann mich noch gut erinnern: Kimba war jung und wollte die Welt entdecken. Dumm war nur, dass er dabei mit allen Vieren in einem Misthaufen stand. Die weißen Beine waren daraufhin gelb und sein Geruch – nun ja, reden wir nicht darüber… Nur so viel sei gesagt: Niemand will diesen „Aromaduft“ im Wohnzimmer haben. Das war Grund genug für ein Hundebad.

Gute Gründe für ein Hundebad

Kimbas Expedition ist nur ein Beispiel, warum ein Hundebad manchmal dringend nötig ist. Neben Dreck und Gestank gibt es weitere Gründe, wie etwa Hauterkrankungen oder Parasiten. Gebadet werden Hunde auch, wenn sie bei einer Züchterveranstaltung als Schönheit glänzen müssen.

Häufiges Baden schadet Haut und Haar

Wer aber seinen Hund ohne jeden Grund badet, tut ihm keinen Gefallen. Hunde sind von Natur aus mit einer Klimaanlage ausgestattet: Die Thermoregulierung hängt ganz wesentlich von der Beschaffenheit der Haare ab. Der natürliche Schutz des Fells vor Hitze und Kälte kann, wenn man es mit dem Baden übertreibt, quasi abgewaschen – also geschädigt – werden. Es gibt Empfehlungen, dass Hunde alle vier Wochen baden dürfen. Ich würde das noch weiter reduzieren und sage: So selten wie möglich, um Haut und Haar zu schonen. Die bessere Alternative: Ein Bad im See. Das macht Spaß, schwimmen hält fit und das Fell wird auch sauber.

Wichtig: Hundeshampoo mit ph-Wert 7

Doch wenn das Bad wirklich notwendig ist, sollten nur Hunde-Produkte verwendet werden. Die sind aber im Handel gar nicht so leicht zu finden. Das geht schon beim richtigen pH-Wert an. Der ph-Wert weist darauf hin, ob es ein saures oder ein basisches Shampoo ist. Der Mensch kommt mit einem sauren ph-Wert von 5 bis 5,5 aus. Hunde aber brauchen einen basischen ph-Wert von mindestens 7.

Die schwierige Shampoo-Suche

Und nun suchen Sie mal nach so einem Hundeshampoo im Handel. Das wird schon deshalb schwierig, weil der ph-Wert zu gering ist oder oft gar nicht angegeben ist. Der Grund für das Fehlen der ph-Wert-Angabe: Hundeshampoos gelten laut Gesetz als Putzmittel, während die Shampoos für Menschen als Kosmetikartikel deklariert sind. Bei Putzmitteln müssen nicht alle Inhaltsstoffe so akurat beschrieben werden wie bei Kosmetikprodukten. Die Folge: Der ph-Wert fällt oft unter den Tisch. Ach ja, nur zur Information: Putzmittel, wie etwa der ganz natürliche Essig, bringt es gerade mal auf einen sehr sauren ph-Wert von etwa 2.

Das falsche Shampoo macht krank

Wer zum falschen Hundeshampoo greift, der riskiert, dass Bello Hautreizungen oder gar Hautentzündungen bekommt. Auch Schuppen, ein stumpfes Fell oder fettige Haare können am falschen Shampoo liegen.

Inhaltsstoffe: Fragen Sie sich schlau

Wer sicher gehen will, dass nur das Beste an die Haut und das Haar der Fellnase kommt, sollte sich im Zweifelsfalle schlau fragen: Der Hersteller muss die Inhaltsstoffe nennen, wenn Sie ihn danach fragen. Es schadet auch nicht, beim Hundefrisör nachzufragen, was im Shampoo drin ist, das er verwendet.

Top: Naturprodukte ohne Chemie und Duft

Gut beraten ist man, wenn man ein Naturprodukt kauft. Das schäumt zwar weniger, aber es erfüllt trotzdem seinen Zweck. Und es hat Vorteile: Es hat keine chemischen Zusätze, die Augen, Nase und Ohren reizen können und auch keine Duftzusätze, die empfindliche Hundenasen drangsalieren können. Man bedenke: Der Hund hat bis zu 300 Millionen Riechzellen und der Mensch nur maximal 5 Millionen.

Tipps: So baden Hunde lieber

Noch ein paar Tipps, wenn sich der Liebling gegen das Baden sträubt: Lauwarmes Wasser macht das Bad angenehmer und wer an den Pfoten mit der Hundewäsche beginnt, kann den Vierbeiner sanft an das Bad gewöhnen. Hunde können bei einer glänzenden, weißen Badewanne nicht erkennen, ob da ein fester Boden ist, auf den ihre Pfoten gestellt werden. Die helle Wanne erscheint den Hundeaugen als sehr tief. Eine farbige Matte reduziert diesen Eindruck und nimmt die Angst. Schirmen Sie mit der Hand die Augen vor dem Shampoo ab, damit nichts juckt und brennt. Investieren Sie ein wenig Geld in ein Stirnband. Das können Sie dem Hund anlegen, damit die Ohren geschützt sind und sich der nasse Hund mit festgezurrten Ohren nicht schüttelt. Trocknen Sie den Hund nach dem Baden mit einem Handtuch ab oder spendieren Sie ihm einen saugfähigen Bademantel. Verzichten Sie aufs Föhnen, denn wenn es zu heiß wird, schädigt auch das die Haare. Außerdem mögen manche Hunde das Geräusch des Föhns nicht. Text/Foto: Marion Friedl

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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