Tipps und Checkliste für die Katze im Herbst

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Angeblich soll es nächste Woche kühler werden und der lange Sommer tatsächlich Platz für den Herbst machen,. Ein guter Grund, um vorher zu überprüfen, ob alles für die Katze im Herbst vorbereitet ist.

Das richtige Futter für Stubenhocker und Freigänger

Mit den kühleren Temperaturen verändert die Katze im Herbst auch ihr Verhalten. Sie bekommt ein wenig mehr Appetit und da sollte man aufpassen, dass sich kein Fettpölsterchen entwickelt. Wohnungskatzen haben weniger Bewegung als Freigänger und sind deshalb in Sachen Übergewicht gefährdeter. Stubenhocker sollten deshalb ein kalorienreduziertes Futter bekommen, während die Freigänger ein Futter mit viel Energie brauchen, damit sie auch Kälte gut wegstecken können. Apropos Freigänger: Mit der richtigen Katzenklappe ist jederzeit Freigang möglich und eine gute Klappe schließt so dicht, dass kein kalter Luftzug rein kommt.

Bewegung beugt Fettpölsterchen vor

Aber auch beim Freigänger sollte beobachtet werden, ob er sich genug bewegt. Wenn es kalt und nass wird, dann wird auch mal gerne auf einen Spaziergang verzichtet und man lümmelt lieber in der warmen Stube herum. Ob Wohnungskatze oder fauler Freigänger – auch drinnen gibt es Bewegungsmöglichkeiten für die Katze im Herbst, damit Übergewicht keine Chance hat.

Bewegungs- und Futterspiele machen Spaß

Je weiter die ferngesteuerte Spielmaus über den Boden rutscht, umso weiter muss die Jagdkatze flitzen. Der Napf muss nicht auf dem Boden stehen – der Stubentiger darf auch aufs Fensterbrett hüpfen, um sich Nahrung zu besorgen. Tipp für Sportkanonen: Sofalehne für den Balance-Akt, Klavierlauf für die Pfotenmusik, ein Sprung aufs Regal, ein Lauf durch den Tunnel (Decke über die Sitzfläche eines Stuhls werfen), den Kratzbaum erobern, umgestülpte Eimer im Slalom umrunden, auf ein Podest springen und das Trockenfutter als Belohnung kassieren.

Brunnen befeuchtet trockene Luft und durstige Kehlen

Nun wird auch wieder geheizt und da können Haut und Haar austrocknen, schuppen und jucken. Ein Trinkbrunnen erfüllt gleich zwei Zwecke: Zum einen gibt er Feuchtigkeit an die Wohnungsluft ab und zum anderen animiert er zum Trinken. Das ist wichtig für die Katze im Herbst, denn in der warmen Stube können Kehle und Haut schon mal trocken werden. Auch ein Luftbefeuchter kann übrigens eine Wohltat sein.

Auf Fell- und Pfotenpflege achten

Alte, abgestorbene Haare müssen ausgebürstet werden, wenn die Katze schlampig ist bei der Fellpflege. Damit die Fellpflege erleichtert wird, muss Katzengras angeboten werden. Auch das Lüften sollte nicht vergessen werden, damit frische Luft an das Fell und die Haut kommt. Gereizte Hautstellen feuen sich über eine Creme (z.B. Melkfett). Spröde, trockene Krallen und Pfotenballen brauchen einen Balsam.

Beim Schlafplatz kann es mitunter kalt sein, denn manchmal gibt es auch in der Wohnung Bodenkälte. Ein Katzenbett mit kuscheligem Winterkissen kann da ebenso hilfreich sein wie die Isoliermatte aus dem Baumarkt unter dem Bett, damit die Kälte abgeschirmt wird. Übrigens: Gesunder Schlaf ist nicht in der Zugluft und nicht in Heizungsnähe möglich. Ein ruhiger, ungestörter Platz mit Distanz zu zugigen oder trocken-heißen Plätzen ist die beste Wahl.

Trockener Beobachterposten im Garten

Draußen im Garten kann für die Katze ein trockener Beobachtungsposten angelegt werden. Ob unter einem Vordach oder auf der Terrasse – ein aufrecht stehender Baumstumpf ist ein erhöhter Beobachtungsplatz und wenn die Samtpfote im Trockenen auf der Lauer liegen kann, ist das ein toller Service. Übrigens: Auch drin am Fenster kann ein gemütlicher Bebachtungsplatz eingerichtet weden.

Checkliste für die Katze im Herbst

Nochmal zusammengefasst im Überblick, was die Katze im Herbst braucht und mag:

  • Der Aktivität angepasstes Futter
  • Katzenklappe ohne Zugluft
  • Bewegungs- und Futterspiele in der Wohnung
  • Trinkbrunnen
  • Luftbefeuchter
  • Lüften nicht vergessen
  • Katzengras
  • Fellpflege
  • Pflegecreme für gereizte Hautstellen
  • Pfotenbalsam für Krallen und Ballen
  • Kuscheliges Winterbett
  • Isomatte bei Bodenkalte unter dem Katzenbett
  • Trockener Beobachtungsposten draußen
  • Beobachterplatz am Fenster

Extra-Tipp: Natur-Parcours indoor

An alles gedacht und alles gecheckt? Dann kann der Herbst ja kommen und vielleicht spendieren Sie Ihrer Wohnungskatze einen Hauch Natur indoor mit einem Mitbringsel aus dem Wald (z.B. Moos, Tannenzapfen) oder aus dem Park (Laub, Erde, Steine). Daraus lässt sich ein Sinnes-Parcours anlegen, der mit Düften die Nase und mit unterschiedlichen Untergründen den Tastsinn der Pfoten fordert. Viel Spaß im Herbst! Text/Foto: Marion Friedl

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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