Paulchen und Pepino verzichten aufs Lufttaxi

Copyright: Marion Friedl

„Zieh den Kopf ein, Pepino!“

„Nicht nötig, Paulchen. Ich bin kleiner als Du.“

„Es kann aber nicht schaden, Pepino. Da kommt ein dicker, lauter Brummer!“

„Oooh… Der ist wirklich laut… Und tief…!“

„Ich hasse diese Schraubhuber, Pepino.“

„Das sind Hubschrauber, Paulchen.“

„Egal, die können mir gestohlen bleiben, Pepino.“

„Stimmt. Mit denen wollen wir nichts zu tun haben, Paulchen.“

Lärm von oben und nach zehn Minuten ist Schluss

„Es soll noch schlimmer kommen, Pepino. In Zukunft sollen auch noch Lufttaxis unterwegs sein und die blubbern auch so laut.“

„Dabei haben wir hier unten schon genug Lärm, Paulchen. Knallende und knatternde Auspuffe, heulende Motoren, quietschende Reifen, scheppernde Anhänger…“

„Hör auf, Pepino. Ein Alptraum ist das. Und jetzt ist in Ingolstadt das erste Lufttaxi gestartet.“

„Echt?“

„Es flog nur über einer grünen Wiese, aber es flog.“

„Hatte es Grashüpfer als Passagiere dabei, Paulchen?“

„Das Ding kann nicht länger als zehn Minuten lang fliegen, Pepino.“

„Klar, in der Zeit kommt man nicht weiter als über eine Wiese…“

Das Taxi fliegt am Schlafzimmer vorbei und die Grashüpfer winken uns zu

„Außerdem darf es nur niedrig fliegen, damit es die großen Flugzeuge und Hubschrauber nicht in Gefahr bringt.“

„Hm, was macht das Flug-Taxi in einer Stadt mit vielen Häusern, Paulchen?“

„Vielleicht fliegt es zwischen den Häusern durch, Pepino.“

„Stell Dir vor, es fliegt an Frauchens Schlafzimmer vorbei und die Grashüpfer winken ihr zu, Paulchen.“

„Welche Grashüpfer? Ach so, die Passagiere. Das sind nur vier, Pepino.“

„Das sind vier zu viel. Die sollen sich von meinem Körbchen fernhalten, Paulchen.“

Geruchsfernsehen wäre sinnvoller

„Ich würde vor Schreck einen Pups fahren lassen, Pepino.“

„Igitt! Stinkt so ein Flug-Taxi eigentlich auch, Paulchen?“

„Keine Ahnung. Es gibt noch kein Geruchsfernsehen, Pepino. Aber die haben gesagt, dass die sauber sind, weil sie mit Elektrotechnik fliegen.“

„Immerhin. Aber Geruchsfernsehen wäre wesentlich sinnvoller, Paulchen.“

„Du sagst es, Pepino. Ich würde sowieso nicht mitfliegen.“

„Lieber auf vier Pfoten laufen oder in Frauchens Kutsche mitfahren, Paulchen.“

Rufen wir ein Taxi, das uns zu den Freunden bringt

„Das bringt mich auf eine Idee, Pepino: Wir sollten unser Frauchen-Taxi rufen, damit wir zu unseren Freunden fahren können.“

„Das ist jetzt aber blöd, Paulchen.“

„Was?“

„Stell Dir vor, wir würden bei den Freunden mit dem Lufttaxi landen. Die würde es von den Pfoten hauen.“

„Mist… Das wäre echt der Knaller, Pepino.“

„Ach was, Paulchen. Man kann nicht alles haben und ehrlich gesagt: Ich traue den Blubber-Taxis nicht über den Weg.“

„Wenn Gott gewollt hätte, dass wir fliegen können, dann hätte er uns als Flughunde auf die Welt geschickt, Pepino.“

„Stimmt. Es ist besser, wenn wir Gott vertrauen und auf dem Boden bleiben, Paulchen. Taxi…! Frauchen…!“ Text: Paulchen und Pepino / Foto: Marion Friedl

 

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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