Paulchen und Pepino: Stinkebrüder und bunte Diebe

Copyright: Marion Friedl

Nikolaus und Krampus sind durch, Christkind und Engel sind abgedüst, Schornsteinfeger und Glücksschwein haben sich verzupft…“

„Was machst Du da, Paulchen?“

„Ich hake die eigenartigen Veranstaltungen im Winter ab, Pepino.“

„Das heißt, es wird wieder ruhiger, Paulchen?“

„Von wegen: Jetzt kommt Farbe ins Spiel, Pepino.“

Wir sollten aufräumen, wenn die Stinkebrüder kommen

„Wie meinst Du das, Paulchen?“

„Erst mal kommen drei Stinkebrüder, die sich als Könige ausgeben und von denen einer schwarz angemalt ist, Pepino.“

„Wir sollten aufräumen, Paulchen.“

„Warum?“

„Wenn Könige kommen, kann es nicht aussehen wie bei uns: Pfotenspuren im Flur, Haare auf dem Teppich, Löcher in den Decken, zerrupftes Spielzeug…“

„Hör wieder auf mit der Aufzählerei. Das klingt übel, Pepino. Außerdem sind die Stinkebrüder keine echten Könige.“

„Super, dann kann alles so bleiben wie es ist. Aber warum stinken sie, Paulchen?“

„Die sind auf einem ähnlichen Trip wie Frauchen, Pepino.“

„Das sind Schamanen? Malt sich Frauchen auch bald schwarz an?“

„Keine Ahnung, aber es soll noch verrückter kommen, Pepino.“

„Echt?“

Die sind bunt, gaga und tragen zu große Schuhe

„Irgendwann tauchen womöglich Menschen auf mit bunten Gesichtern, roten Nasen und zu großen Schuhen.“

„Irre… Wo bin ich hier nur gelandet, Paulchen?“

„In Deutschland, Du Spanier. Man nennt das hier Fasching oder Karneval.“

„Ach so. Aber warum malen sich die Menschen an, haben rote Nasen und tragen zu große Schuhe?“

„Vielleicht wollen sie nicht erkannt werden, Pepino. Sie klauen nämlich.“

„Sie tun was?!“

„Sie heißen Klauns oder so… Also klauen sie wohl.“

„Auch das noch.“

„Sie sollen aber witzig sein, diese Clowns, Pepino. Ein wenig gaga sozusagen.“

Bekreuzigen kann bei Zombies nicht schaden

„Kommt noch was Schlimmes, Paulchen?“

„Nicht, dass ich wüsste. Außer es tauchen bis Montag noch ein paar gestorbene Leichen auf.“

„Ich dachte immer, Leichen können nicht sterben. Die sind schon tot, Paulchen.“

„Was weiß ich, Pepino. Das sind auf jeden Fall gruselige Gesellen.“

„Dios mio! Du meinst Untote… Zombies…“

„Was machst Du da mit Deinen Pfoten, Pepino?“

„Ich kreuze sie. Bekreuzigen kann bei Zombies nichts schaden.“

„Quatsch, Pepino. Es ist nicht Halloween. Aber bis 6.1. sind noch…“

„…die Rauhnächte. Die hatte ich ganz vergessen, Paulchen.“

„Hier musst Du mit allem rechnen, Pepino.“

Du siehst auch ohne Farbe saukomisch aus

„Mir sind die Clowns lieber als alles andere, Paulchen.“

„Was machst Du da? Lass das! Knabber nicht mein Auge an!“

„Ich habe nur  nachgesehen, ob Du auch angemalt bist, Paulchen.“

„Häh?“

„Ist aber alles echt. Du musst Dich nicht anmalen, um saukomisch auszusehen, Paulchen.“

„Sehr witzig, Pepino. Warte nur, wenn so ein echter Clown auftaucht. Nimm Dich in Acht, wenn er losläuft. Du bist nicht so groß wie sein Schuh.“

„Hör auf! Ich kann heute Nacht nicht schlafen, wenn Du so schreckliche Dinge erzählst, Paulchen.“

„Cool, Pepino! Dann wird es ja heute Nacht nicht langweilig…“ Text: Paulchen und Pepino / Foto: Marion Friedl

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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