Paulchen und Pepino sind schlaue Forscher

Copyright: Marion Friedl

„Paulchen! Ich bin ja so gespannt!“

„Worauf, Pepino?“

„Frauchen sagt, sie bringt uns ein Forschungsobjekt, Paulchen.“

„Und was sollen wir damit, Pepino?“

„Wenn wir es erforschen und uns gut anstellen, gewinnen wir vielleicht einen Preis, Paulchen. Vielleicht gehen wir sogar als Forscher-Team in die Geschichte ein.“

„Cool! Ich bin gespannt, was es ist, Pepino.“

„Und ich erst, Paulchen. Sie bringt es… Schau!“

Das ist kein Spiel und die Lunte fehlt

„Das ist die einfachste Forscher-Arbeit der Welt, Pepino. Wir stellen uns gemeinsam ins Tor, Frauchen kickt den Ball und wir halten ihn garantiert auf. Soll ich Dir zeigen, wie es geht?“

„Nicht, Paulchen. Damit spielt man nicht.“

„Warum nicht, Pepino?“

„Das ist ganz bestimmt kein Ball, Paulchen.“

„Okay, dann ist es eben eine Kugel. Menschen benutzen das manchmal, um diese Kegel umzunieten, Pepino.“

„Das wäre ja wieder ein Spiel, Paulchen. Und das hier ist kein Spielzeug.“

„Was soll es sonst sein? Eine Lunte für den Big Bang ist nicht dran, Pepino.“

„Das ist auch keine Bombe, Paulchen.“

„Im Zeichentrickfilm sind die aber auch rund, Pepino.“

Wir werden einen Preis gewinnen

„Das hier kenne ich aus Spanien, Paulchen.“

„Wau! Das ist von Vorteil, Pepino. Wir werden den Preis als beste Forscher gewinnen.“

„Hm, das Ding kann man essen, Paulchen. Es heißt Melone.“

„Echt? Ich verzichte auf den Nobelpreis und fresse den Ball, Pepino.“

„Hm, diese Melone ist nur etwas mickrig. In Spanien sind die größer, Paulchen.“

„Dann ist es vielleicht keine Melone, Pepino.“

„Oder eine Mini-Melone, Paulchen.“

„Ich habe die Idee, Pepino! Wir beißen rein und wenn Frauchen Nein schreit, dann ist es eine Melone. Bleibt sie ruhig, ist es keine Melone.“

„Das könnte funktionieren, Paulchen.“

Ein Forschungsobjekt zum Reinbeißen

„Alles klar, Pepino. Ich fange an!“

„Warum beißt Du als erster in unser Forschungsobjekt, Paulchen?“

„Weil ich nicht warten kann, Pepino. Außerdem habe ich die stärkeren Zähne.“

„Das ist wahr, Paulchen. Beiß rein und lass mir was übrig!“

„Autsch… Meine Ohren… Dass Frauchen immer so laut Nein schreien muss…“

„Ich glaube es ist eine Melone, Paulchen. Sie hat Nein gerufen.“

„Die hat nicht nur gerufen, Pepino.“

Melone ist besser als ein Preis

„Wir müssen jetzt clevere Forscher sein, Paulchen.“

„Muss das echt sein, Pepino?“

„Wenn Du Melone essen willst, ja. Pfoten und Zähne von der Melone lassen, Frauchen fragend ansehen, als ob wir nicht wüssten, was das ist und dann serviert sie uns die Lösung, Paulchen.“

„Ich muss zugeben: Du bist auf Zack, Pepino. Klein, aber pfiffig.“

„Nicht wahr, Paulchen? Die Sache hat nur einen Haken: Wir werden keinen Preis gewinnen, wenn wir Frauchen unser Forschungsobjekt überlassen.“

„Na und? Preise kann man nicht fressen. Da ist mir Melone lieber, Pepino.“

„Und der Ruhm, Paulchen?“

„Ich hasse Schnaps. Der stinkt. Konzentrieren wir uns auf die Melone, Pepino…“ Text: Paulchen und Pepino / Foto: Marion Friedl

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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