Paulchen und Pepino sind nass hinter den Ohren

Copyright: Marion Friedl

„Mann, ich muss mal. Hoffentlich geht die Tür bald auf…“

„Zapple nicht so rum, Pepino.“

„Es eilt aber, Paulchen.“

„Ist ja gut. Frauchen geht ja schon mit uns raus, Pepino.“

„Na endlich… Igitt!“

„Warum drehst Du um, Pepino? Ich dachte, Du musst mal.“

„Da draußen regnet es, Paulchen.“

„Pech gehabt, Pepino. Da wird beim Pinkeln wohl nicht nur die Wiese nass.“

„Ich muss plötzlich nicht mehr, Paulchen.“

„Zu spät, Pepino. Wir hängen schon an den Leinen.“

„Aber mein Fell wird nass, Paulchen.“

„Na und? Meins auch. Ich schüttle mich einmal und dann ist vor allem der Flur nass, Pepino.“

„Bei Dir bleibt der Regen nicht so hängen im kurzen Fell, aber meine langen Haare sind lange nass, Paulchen.“

„Blöd gelaufen. Überleg Dir nächstes Mal, ob Du wirklich raus musst, Pepino.“

Schütteln, rennen und hopp

„Ich konnte doch nicht wissen, dass es regnet, Paulchen.“

„Da ist was dran… Trockne Dein Fell mit mir auf der Couchdecke, Pepino.“

„Wie großzügig, dass Du mir Platz machst, Paulchen.“

„Nicht wahr? Allerdings müssen wir schnell sein, Pepino.“

„Wie trocknet man schnell, Paulchen?“

„Ich rede nicht vom Turbotrockengang, Pepino. Im Flur schütteln, Gas geben und rauf auf die Couch – bevor Frauchen Halt rufen kann.“

„Oh… Gute Idee. Ich glaube, das krieg ich hin, Paulchen.“

„Dann los, Pepino. Schütteln, rennen und hopp.“

„Schütteln, fast ausgerutscht…“

„Mach schon, Pepino!“

„Losrennen… Hoppla, Frauchens Beine stehen im Weg…“

„Wo bleibst Du, Pepino?“

„Ich komme, Paulchen! Renn, renn, renn und hopp!“

„Pass doch auf, Pepino! Du bist voll auf meinen Kopf gesprungen.“

„Entschuldigung, aber ich hatte es eilig, Paulchen.“

„Dafür hast Du aber lang gebraucht, Pepino.“

Wie kriegen wir Frauchens trockenen Sitzplatz?

„Egal, wir liegen ja auf der trockenen Decke, Paulchen.“

„Trocken? Du hast sie nass getropft, Pepino. Das ist scheußlich.“

„Du etwa nicht, Paulchen? Es ist ungemütlich.“

„Und nun, Pepino?“

„Wir müssen Frauchen weglocken. Sie sitzt auf dem einzigen trockenen Deckenfleck, Paulchen.“

„Stimmt. Rennen wir zur Tür, bellen bis sie kommt und dann zurück auf die Couch.“

„Renn, renn, renn… Das war aber diesmal schnell, Paulchen.“

„Respekt, Pepino. Und jetzt bellen wir: Wuff!“

„Wau!“

„Sie kommt, Pepino. Schnell wieder zurück!“

„Renn, renn, renn… Geschafft, Paulchen!“

„Ich bin auch schon da, Pepino.“

Warum meckert Frauchen?

„Die Rennerei macht durstig, Paulchen.“

„Nicht jetzt, Pepino. Wenn Du Wasser trinkst, schnappt sie Dir den Platz weg und Du musst bald wieder raus.“

„Ich habe keinen Durst mehr, Paulchen.“

„Dann könnte es jetzt endlich gemütlich werden, Pepino.“

„Naja, Frauchen sitzt auf dem Boden, Paulchen.“

„Ähm… Was meckert sie vor sich hin, Pepino?“

„Sie beschwert sich, dass kein trockener Platz mehr frei ist, Paulchen.“

„Häh? Den Teppich haben wir doch gar nicht nass gemacht, Pepino.“

„Ich weiß auch nicht, was sie hat. Ist doch kuschelig und bequem hier…“ Text: Paulchen und Pepino / Foto: Marion Friedl     

 

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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