Paulchen und Pepino sind als Influencer auf Zack

Copyright: Marion Friedl

„Hey, Paulchen: Sind wir Influencer?“

„Ich bin nicht krank, Pepino.“

„Ich auch nicht, aber es gibt ein Gerichtsurteil für Influencer, Paulchen.“

„Na und? Gerichte interessieren mich nur, wenn sie in meinem Napf landen, Pepino.“

„Das kommt hin, Paulchen.“

„Das kann man fressen?!“

„Irgendwie schon. Wenn wir über etwas schreiben, das uns schmeckt, dann ist das keine Schleichwerbung, Paulchen.“

„Häh?“

„Wir dürfen sogar sagen, wer das leckere Zeug gemacht hat, Paulchen.“

„Ähm… Wir machen Werbung für Frauchen, wenn wir sagen, dass sie unser Futter in den Napf kippt?“

„Wenn wir schreiben, wie das Futter heißt, dann war das bislang Werbung, Paulchen.“

„Und jetzt nicht mehr, Pepino?“

„Jetzt dürfen wir fressen und schreiben, Paulchen.“

„Cool!“

Woher soll ich wissen, dass es schmeckt?

„Wir dürfen nur keine Gegenleistung vom Futterfritzen bekommen, Paulchen. Also kein Geld und kein geschenktes Futter.“

„Woher soll ich dann wissen, dass es schmeckt, Pepino?“

„Ich denke mal, dass Frauchen das Zeug kaufen muss, Paulchen.“

„Das ist okay, Pepino. Hauptsache Futter…“

„Oder Spielzeug, Paulchen.“

„Stimmt. Dann könnten wir endlich mal vernünftig über unsere Geschenke schreiben, die wir zum Geburtstag oder an Weihnachten bekommen, Pepino.“

„Und wir können unseren Lesern superschlaue Tipps geben, Paulchen.“

„Häh?“

„Na gut. Ich kann schlaue Tipps geben, Paulchen.“

„Was meinst Du damit, Pepino?“

„Ach nichts, Paulchen.“

Intelligenzspiel? Ist das Kästchen oder das Leckerli wichtig?

„Wir sollten Frauchen sagen, was sie mitbringen soll, wenn sie mal wieder auf Schnäppchenjagd ist, Pepino.“

„Hihi, die Liste wird lang, Paulchen.“

„Eigentlich kann sie gleich den Zooladen leerkaufen, Pepino.“

„Fast. Shampoo ist unnötig, Paulchen.“

„Gut, dass Du wasserscheu bist, Pepino. Dann können wir Frauchen sagen, dass wir gar nicht alles haben wollen, sondern ihr sogar beim Sparen helfen.“

„Wau! Das war aber mal eine gute Idee von Dir, Paulchen.“

„Siehste, ich bin nicht doof, Pepino.“

„Das habe ich auch nicht gesagt, Paulchen. Du bist nur manchmal…“

„Pass auf, Pepino. Ich habe noch jedes Intelligenzspiel geknackt.“

„Klar, Paulchen: Du zerstörst es einfach.“

„Das spart Zeit und macht keinen Stress, Pepino.“

„Hm, aber Du könntest auch einfach den Deckel vom Kästchen heben und dann das Leckerli rausholen, Paulchen.“

„Warum kompliziert, wenn es einfach geht, Pepino?“

„Weil wir dann öfter als nur einmal mit dem Kästchen spielen könnten, Paulchen.“

„Jetzt beantworte mir mal ehrlich eine Frage, Pepino: Was ist Dir wichtiger: Das Kästchen oder das Leckerli darin?“

„Das Leckerli, Paulchen.“

„Eben, Pepino. Wen interessiert dann, wie kaputt das Kästchen ist?“

„Hm, wo Du Recht hast…“

Die irren Influencer wären der Knaller

„Vielleicht sollten wir nicht über Intelligenzspiele influlechzen, sondern über Leckerlis, Pepino.“

„Das heißt influenzen, Paulchen.“

„Sicher?“

„Nö.“

„Egal, lass uns jetzt nachsehen, was auf Lager ist, Pepino.“

„Verstehe, Du brauchst mal wieder mich, um den Hundeschrank zu öffnen, Paulchen.“

„Klar, wozu hält man sich einen spanischen Straßenhund?“

„Um von ihm zu lernen, Paulchen.“

„Warum? Ich will ja nicht darüber schreiben, Pepino.“

„Du machst mich irre, Paulchen…“

„Hah! Ich hab’s! Die irren Influencer Paulchen und Pepino. Das ist der Knaller.“

„Wofür, Paulchen?“

„Als Titel für unsere Freitags-Plauderei im Tierblog, Pepino.“

„Ich bin dagegen. Ich bin nicht irre, Paulchen.“

„Schade, wir hätten jeden Freitag über Leckerlis und Futter schreiben können…“ Text: Paulchen und Pepino / Foto: Marion Friedl

 

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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