Paulchen und Pepino schmeckt es nicht

Copyright: Petra Kloiber

„Ostern ist wohl nicht ganz das richtige Fest für Hundegourmets, Paulchen.“

„Gut, dass unsere Näpfe gefüllt werden, Pepino.“

„Aber das Betteln schmeckt nicht, Paulchen.“

„Scheußlich, Pepino… Gestern gab es grünes Zeug.“

„Nur weil der Donnerstag Gründonnerstag hieß. Salat, Gemüse und dann diese Spinatnudeln. Brrr, Paulchen.“

„Gut, dass wir vorher Nudeln ohne Spinatbrei abgesahnt haben, Pepino. Heute klingt das nach Miezekatzenkost.“

„Warum? Was steht denn auf der Speisekarte, Paulchen?“

„Fisch, Pepino.“

„In Spanien habe ich Fisch gemopst, wenn es gar nichts anderes gab, Paulchen.“

„Ich fürchte, heute gibt es auch nichts anderes, Pepino.“

„Wie sieht die Beilage aus, Paulchen?“

„Kartoffelsalat, Pepino.“

„Der ist sauer. Wir müssen wohl in den Fisch beißen, Paulchen.“

Magersucht und Mangelernährung – wir werden schlimm enden

„Hoffen wir auf morgen, Pepino.“

„Frauchen sagte etwas von Resten, Paulchen.“

„Nicht das auch noch, Pepino. Wir werden an Magersucht sterben.“

„Wir müssen einfach durchhalten, Paulchen. Nach den Resten ist Ostern. Da wird es doch was Anständiges geben, odeer?“

„Ich erinnere mich an Eier, Pepino. „

„Naja, es könnte schlimmer sein, Paulchen.“

„Wir müssen wieder schnell sein, Pepino. Sie kleckst so komische schwarze Fischperlchen drauf. Das Glibberzeug schmeckt nicht.“

„Igitt, das ist wohl der Kaviar, von dem sie sprach, Paulchen. Und der ist nicht mal echt. Minderwertiges Zeug also…“

„Magersucht und Mangelernährung… Wir werden schlimm enden, Pepino.“

„Gibt es nicht anderes als diese Fischeier, Paulchen?“

„So scharfes Zeug, Pepino. Das riecht schon furchtbar. Halte Dich davon bloß fern. Das ist schlimmer als Radieschen.“

„Woher weißt Du, wie Radieschen schmecken, Paulchen?“

„Ich habe sie irrtümlich aus dem Einkaufskorb gemopst, reingebissen – bäh!“

Pizza und Leckerlis retten den Osterhasen

„Was ist mit einem Osterbraten, Paulchen?“

„Stimmt, da war was… Fleisch! Ein Lichtblick, Pepino!“

„Wir sollten kräftig zuschlagen, Paulchen. Wer weiß, was es am Ostermontag gibt.“

„Ich bin für Pizza, Pepino.“

„Hm, ich bin dabei…“

„Wie schaffen wir es, dass es am Montag Pizza gibt, Pepino?“

„Wenn sie das Tiefkühlfach aufmacht, klauen wir die Pizza raus, zerfetzen die Schachtel und dann muss sie die Pizza in den Ofen schieben, Paulchen.“

„So machen wir das, Pepino. Und jetzt sollten wir auf jeden Fall Leckerlis einfordern.“

„Bei dem Notstand ist das die beste Idee, Paulchen. Wenn wir die nicht mampfen, kann ich für nichts garantieren.“

„Wie meinst Du das, Pepino?“

„Hasenjagd…“

„An Ostern?!“

„Das ist die beste Zeit, Paulchen. Bestimmt hoppelt nicht nur ein Osterhase rum.“

„Wenn Frauchen uns dabei erwischt, ist es Karfreitags-zappenduster, Pepino. Und die Welt verdunkelte sich…“

„Naja, es ist wahrscheinlich auch unpraktisch, wenn wir den Osterhasen fressen, Paulchen. Kein Osterhase, keine Ostergeschenke…“

„Stimmt. Auf zu den Leckerlis…!“ Text: Paulchen und Pepino / Foto: Petra Kloiber

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

1 comment Categories: Paulchen + Pepino Schlagwörter:

One thought on “Paulchen und Pepino schmeckt es nicht

  1. Also ehrlich, ihr habt doch bei Frauchen immer schönes zu Füttern bekommen. Da braucht ihr doch nicht solch einen Plan für einen Diebstahl zu schmieden.

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