Paulchen und Pepino: Pauken im Eiltempo

Copyright: Marion Friedl

„Paulchen, wir sollen die Ohren spitzen.“

„Warum, Pepino?“

„Frauchen will mit uns reden.“

„Das klingt übel, Pepino. Worüber denn?“

„Sie sagte was von Hundeschule, Paulchen.“

„Ich mag das Thema nicht, Pepino.“

„Angeblich geht es um wichtige Vokabel, Paulchen.“

„Ich kenne keine.“

„Sie denkt wahrscheinlich,  dass ich als Spanier Deutsch-Nachhilfe brauche, Paulchen.“

„Auch das noch… Hat sie gesagt, was Vokabel sind, Pepino?“

„Kommandos, Paulchen.“

„Gar nicht gut…“

„Warum, Paulchen?“

„Kommandos nerven, Pepino. Wir sollten das Pauken beschleunigen.“

„Gute Idee, Paulchen. Dann haben wir Zeit für Wichtiges.“

Grundregel: Frauchen gibt und ich nehme

„Über allem steht eine Grundregel, Pepino. Alles ist ein Geben und Nehmen. Das heißt: Frauchen gibt und ich nehme.“

„Das mit dem Nehmen klingt schon mal nicht schlecht, Paulchen.“

„Ich sehe schon: Du bist ein schlauer Kopf, Pepino. Für Kommandos gilt die Regel: Sie gibt Kommandos und ich nehme dafür Fressbares.“

„Das ist einfach, Paulchen.“

„Also pass auf: Komm bedeutet, Du sollst zu Frauchen laufen, wenn sie eine Tube mit Leberwurstpaste in der Hand hat.“

„Leberwurstpaste… Das kann ich mir merken, Paulchen.“

„Sitz wird vor dem Leckerli-Schrank gemacht, Pepino.“

„Leckerli-Schrank… Alles klar, Paulchen.“

„Platz funktioniert immer, wenn Frauchen die Kamera hält und ein Häppchen als Fotohonorar präsentiert.“

„Häppchen… Cool, Paulchen.“

„Bleib ist so schwierig, dass wir es nur vor dem vollen Napf machen sollten, Pepino.“

„Voller Napf… Geht klar, Paulchen.“

„Bei Fuß machen wir nur, wenn wir die Belohnung vor der Nase haben.“

„Belohnung… Das krieg ich hin, Paulchen.“

„Nein gilt nur so lange Frauchen zuschaut, danach wird gefressen, was da liegt.“

„Fressen… Kein Problem, Paulchen.“

„Aus bedeutet, sie will ein Tauschgeschäft machen: Wir geben zum Beispiel den Hausschuh gegen einen Imbiss her, Pepino.“

„Imbiss… Das merke ich mir, Paulchen.“

Schule ist aus – nix wie weg!

„Das war’s eigentlich schon im Großen und Ganzen, Pepino.“

„Das Pauken ging aber schnell, Paulchen. Und nun?“

„Wir könnten eine kleine Rauferei veranstalten, Pepino.“

„Super! Aber sollten wir nicht auf Frauchen warten?“

„Warum, Pepino? Will sie auch raufen?“

„Nein, aber sie wollte uns unterrichten, Paulchen.“

„Wir waren pünktlich da. Sie nicht. Von einer Lehrerin kann man mehr Disziplin erwarten, Pepino.“

„Vielleicht hat sie nicht mitbekommen, dass wir hier sitzen und auf die Schulstunde warten, Paulchen.“

„Egal, wir sind mit dem Stoff durch. Schule ist aus, Pepino.“

„Arriba! Nix wie weg, bevor sie uns nachsitzen lässt!“ Text: Paulchen und Pepino / Foto: Marion Friedl

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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