Paulchen und Pepino mitten im Krieg der Galaxie

Copyright: Petra Kloiber

„Lass uns spielen, Pepino.“

„Super! Wir sollten irgendwas Außerirdisches spielen, Paulchen.“

„Warum?“

„Frauchen sagt, dass es da oben rund geht und deshalb alles in Unordnung ist, Paulchen. Mond, Uranus, Jupiter und Saturn verstehen sich nicht wirklich gut.“

„Verstehe, Pepino: Krieg der Sterne.“

„Ähm… Ich glaube, das sind Planeten, Paulchen.“

„Sei nicht so pingelig, Pepino. Aber gut: Nennen wir das Spiel einfach Krieg der Galaxie.“

„So weit ich weiß, gibt es mehrere Galaxien und ich habe keine Ahnung, ob die nur in einer Galaxie streiten, Paulchen.“

„Egal. Wir sperren die in eine Galaxie und dann haben die Ausgangsbeschränkung, Pepino.“

„So machen wir das, Paulchen. Der sanfte, gefühlsbetonte Vollmond trifft am 8. April auf eine Achse, in der sich auch die ausgleichende Waage und der kämpferische Widder tummeln.“

„Pepino, wir haben ein Problem: Das sind drei Streithähne und wir sind nur zwei.“

„Hm, einer muss eine Doppelrolle spielen, Paulchen.“

„Mir reicht die Rolle als starker Widder, Pepino.“

„Menno, den wollte ich spielen.“

„Du bist der Vollmond und die Waage – das passt zu Dir, kleiner Pepino.“

Ein Weichei lässt den Widder rennen

„Also gut, los geht es: Oh wie schön könnte die Welt sein, wenn alle auf mein schmeichelndes Licht achten und die Gefühle sprechen lassen würden…“

„Du Weichei…“

„Ich habe den Vollmond gespielt, Paulchen.“

„Ach so. Nichts da! Wir sind doch keine Memmen! Wir müssen kämpfen und siegen! Mir nach!“

„Wo willst Du hin, Widder-Paulchen?“

„Ich flitze mit lautem Kriegsgebell um den Tisch, Pepino.“

„Okay… Renn noch eine Runde, Paulchen.“

„Warum?“

„Ich muss in meine zweite Rolle als Waage schlüpfen, Paulchen.“

„Mach! Ich hechle mir schon einen ab, Pepino!“

Der Saturn nietet die Waage um

„Wer wird denn streiten? E wird sich ein Komponist finden lassen…“

„Machen wir jetzt auch noch Musik, Pepino?“

„Nein, warum?“

„Weil Du einen Komponisten suchst.“

„Kom… Kom… Kompromiss hieß das, Paulchen.“

„Ach so, sag es doch gleich, Pepino.“

„Haltet ein in Eurem Streit, Widder und Vollmond. Setzt auf Harmonie und Mitgefühl. Ich schenke Euch dafür Kraft und Energie.“

„Weg mit der sülzenden Waage! Wir brauchen Klarheit, Wissen, Kommunikation und Entscheidungen. Hört auf mich, den Saturn!“

„Umpf…“

„Was ist passiert, Pepino?“

„Der Saturn ist auf mich gesprungen und hat die Waage dahingemeuchelt, Paulchen.“

„Oh, sorry.“

Die Fische träumen vom Frieden und bekommen einen Tsunami

„Blubb, Blubb…“

„Häh? Hast Du einen Sprachfehler, Pepino?“

„Die Waage wurde umgenietet, also eilen nun die sanften Fische herbei, Paulchen.“

„Die spielen auch mit, Pepino?“

„Blubb… Ich träume von einer friedlichen Welt ohne Saturn und Widder. Blubb… Mit Kreativität und Ruhe werden wir ans wunderschöne Ziel gelangen. Blubb… Blubb.“

„Pass doch auf, Pepino! Du hast den Wassernapf umgeworfen und einen Tsunami veranstaltet.“

„Oh, Mist… Naja, ich sage Frauchen einfach, dass das die Fische waren und nicht ich.“

Geister-Huhu trifft auf Schreckensherrscher

„Zeit für Deinen Auftritt, Paulchen.“

„Huhu… Huhu… Huiii!“

„Was soll das werden, Paulchen?“

„Ich verbreite Ängste, denn ich bin Neptun.“

„Ah, verstehe. Das war Geister-Huhu… Aber mich schreckst Du nicht damit.“

„Wer bist Du, Pepino?“

„Ich war mal wieder der Vollmond.“

„Hah! Dir werde ich zeigen wie man regiert. Du und Dein Mondjahr… Ich kremple alles um und stelle alles auf den Kopf.“

„Als Neptun?“

„Nein, ich bin der schreckliche Uranus. Es wird kein Stein auf dem anderen bleiben, denn ich treibe beim Geld mein Unwesen, bringe viele Veränderungen und Ihr müsst immer mit einer Überraschung rechnen.“

„Klappe, Uranus!“

„Autsch! Warum hast Du mich in den Schwanz gebissen, Pepino?“

„Der lag gerade so rum, Uranus. Flieh, wenn Du kannst, denn ich werde Dir das Handwerk legen.“

Jupiter schickt Pluto in den Kampf gegen Uranus

„Du kleiner Wicht, Pepino? Du willst mich ausbremsen?“

„Ich bin Jupiter und bringe Glück und Erfolg. Du hast versch..“

„Sag das nicht, Pepino! Das ist Pfui.“

„Du hast verschwindend geringe Chancen gegen mich, Uranus. Denn ich schicke Dir Pluto auf den Hals.“

„Wo ist der Hund?“

„Nicht der Comic-Hund, Paulchen. Pluto ist ein Zwergplanet.“

„Ah, Passt zu Dir, Du kleiner Spanier.“

„Ich bin doch schon Jupiter…“

„Wer ist dann Pluto, Pepino?“

„Das ist der, der Dir das Fürchten lehren wird, Uranus. Pluto ist voller Macht und Leidenschaft. Er kann heilen, aber auch zerstören.“

„Hey, remple mich nicht an! Der ist ja schlimmer als ein Höllenhund, Pepino.“

„Stimmt irgendwie. Vielleicht sollten wir ihn nicht mitspielen lassen, Paulchen.“

„Gute Idee, Pepino. Da kennt sich sowieso kein Hund mehr aus bei diesem Krieg der Galaxie.“

„Genau, und deshalb geht es auf der Erde ja so drunter und drüber, Paulchen.“

Venus gewinnt mit irdischen Gelüsten

„Oh, meine Erdenkinder. Ihr werdet so hart geprüft und alles wird auf meinem armen Rücken ausgetragen.“

„Jammer nicht rum, Paulchen.“

„Ich bin die Erde, Pepino.“

„Auch das noch…“

„Hörst Du das, Pepino? Ich glaube, der Krieg der Galaxie ist vorbei.“

„Ja, unsere liebe Venus hat zum Essen gerufen und sie setzt sich immer durch. Frauchen wir kommen!“ Text: Paulchen und Pepino / Foto: Petra Kloiber

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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