Paulchen und Pepino im Adventfieber

Copyright: Marion Friedl

„Advent, Advent, ein Pups verbrennt…“

„Erst einer, dann zwei, drei oder vier…“

„Dann flieht das Christkind vor die Tür.“

„Mist, wir sollten das Gedicht noch mal überarbeiten, Paulchen.“

„Du hast Recht, Pepino. Das darf auf keinen Fall passieren.“

„Oder wir legen am ersten Advent unseren Christkindlbrief draußen hin, Paulchen.“

„Wir gehen mal auf Nummer Sicher und legen ihn vor die Tür, Pepino.“

Auf den Wunschzettel kommen Leckerlis und eine Decke ohne Löcher

„Und was soll drin stehen, Paulchen?“

„Leckerlis, Leckerlis, Leckerlis…“

„Wenn Du allein für Dein Futter zuständig wärst, würdest Du Dich sehr einseitig ernähren, Paulchen.“

„Klar, Pepino. Was schmeckt besser als Leckerlis? Höchstens noch Kuhuhuchen…“

„Gut, dass uns Frauchen nicht zuhört, Paulchen.“

„Was schreibst Du auf den Wunschzettel, Pepino?“

„Eine Kuscheldecke ohne Paulchen-Löcher ganz für mich allein.“

„Warum? Welches Design möchtest Du ausprobieren, Pepino?“

„Gar keins, Paulchen. Vor allem keine Löcher, durch die es kalt reinzieht, wenn ich unter der Decke schlafe.“

„Bananensause…“

„Das heißt Banause, Paulchen. Außerdem ist nicht alles schick, was Du Design nennst.“

„Mpf.“

Spielzeug ohne Trauerfall wäre gut

„Ich schreibe noch Spielzeug auf den Wunschzettel, Paulchen.“

„Oh ja, Pepino. Ich will wieder einen Kicherball haben!“

„Der erlebt das neue Jahr nicht, Paulchen. Den letzten Kicherball hast Du innerhalb von wenigen Tagen geschrottet.“

„Na und? Das war mein Ball und mit dem mache ich, was ich will, Pepino.“

„Dann reiß Dich nächstes Mal bei der Beerdigung zusammen, Paulchen.“

„Welche Beerdigung, Pepino?“

„Frauchen hat den Kicherball in der Tonne beerdigt und Du hast ein Theater gemacht wie beim Weltuntergang, Paulchen.“

„Das war ja auch tragisch, Pepino.“

Schneiende Kissen und Hürden zum Durchbrettern

„Okay, was kommt noch auf den Zettel, Paulchen.“

„Ähm.. Weiches Kissen vielleicht…“

„Damit es wieder schneit, wenn Du reinbeißt, Paulchen? Wie wäre es mit Sport?“

„Häh? Dafür habe ich keine Zeit, Pepino.“

„Aber Sport ist gesund, Paulchen.“

„Nicht, wenn ich über die Hürden springe, Pepino.“

„Stimmt, Du bretterst wahrscheinlich mitten durch, Paulchen.“

Das Christkind kommt zu spät für den Lichterzauber

„Dieses Jahr sollten wir uns vielleicht Weihnachtsdeko wünschen, Pepino.“

„Damit Dir endlich ein Licht aufgeht, Paulchen?“

„Wir ziehen doch am 16. Dezember um und so wie ich Frauchen kenne, packt sie die Deko gar nicht erst aus, Pepino.“

„Oh… Das wäre schade… Bling Bling ist so schön…“

„Eben. Und wenn Frauchen mit dem Lichterzauber geizt, muss eben das Christkind aushelfen, Pepino.“

„Aber das kommt doch erst am 24. Dezember, Paulchen.“

„Das ist saublöd… Das habe ich vergessen…“

„Ich fürchte, das Problem müssen wir selber lösen, Paulchen.“

„Wau! Ich habe eine Idee, Pepino!“

„Und das lobst Du gleich selbst mit einem bewundernden Wau, Paulchen?“

„Egal, wir packen den Deko-Karton einfach selber aus, Pepino.“

„Oh, oh… Das wird Frauchen nicht gefallen, Paulchen.“

„Macht nichts. Erstens ist sie uns nie lange böse, zweitens wird sie den Wink mit der Dekopfote schon verstehen, Pepino.“

„Gut, dann verschieben wir das Wunschzettel schreiben erst mal. Ich weiß, wo der Dekokarton steht, Paulchen…“ Text: Paulchen und Pepino / Foto: Marion Friedl

 

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

1 comment Categories: Paulchen + Pepino Schlagwörter:

One thought on “Paulchen und Pepino im Adventfieber

  1. Ihr habt ja tolle Wünsche auf eurem Wunzeltel für Advent und Weihnachten. Paulchen wird ja immer ruhiger, dann erlebt der Kinderball bestimmt das neue Jahr.

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