Paulchen und Pepino haben ein neues Haus mit Loch

Copyright: Marion Friedl

„Toll, dass Frauchen ein Haus gekauft hat, Paulchen.“

„Ja, die Hütte ist genehmigt. Etwas betagt, aber mir gefällt sie, Pepino.“

„Mir auch, Paulchen. Wir haben endlich einen eingezäunten Garten und es ist schön ruhig.“

„Stimmt, aber sie hätte es nicht verheimlichen dürfen. Sie hätte unsere Kaufberatung brauchen können, Pepino.“

„Du meinst, wegen dem Loch, Paulchen?“

„Kaum gehört uns das Haus, ist es auch schon kaputt, Pepino.“

„Das ist jammerschade, Paulchen. Aber wir hätten auch nicht gemerkt, dass mit der Wohnzimmerwand etwas nicht stimmt.“

„Naja, wenn man es so sieht: Vielleicht war ja die Petra schuld. Die hat an der Tapete gerupft, reingestochert und dann kam die Erde daher.“

„Hm, ich glaube nicht, dass es ihre Schuld war, Paulchen. Frauchen war vorher an der Wand zugange und hat dann aufgehört, weil sie gesagt hat: Da stimmt etwas nicht.“

Hat Momo das Loch in der Wand gebuddelt?

„Oh nein!“

„Was?“

„War Momo im Haus, Pepino?“

„Nicht, dass ich wüsste, Paulchen.“

„Die hat doch in ihrem Garten ein Loch gebuddelt und wollte so lange buddeln, bis sie die Erdkugel durchquert hat und im Pazifik rauskommt, Pepino.“

„So viel ich weiß, buddelt sie immer noch, Paulchen. Und bei unserem Loch riecht es feucht.“

„Was, wenn sie hier rausgekommen ist, Pepino?“

„Hier ist kein Pazifik. Auch noch Wasser im Haus – das wäre ja noch schöner…“

„Vielleicht ist sie beim Buddeln falsch abgebogen, Pepino.“

„Das glaube ich nicht, Paulchen. Momo ist schlau. Wenn das ihr Werk war, dann hat sie das absichtlich gemacht.“

„Um uns zu ärgern?“!“

„Natürlich nicht, Paulchen. Das ist der Verbindungstunnel zwischen ihrem Zuhause und unserem Zuhause.“

„Das wäre ja cool, Pepino.“

„Ja, aber wer will mit einem Loch im Wohnzimmer leben, Paulchen?“

„Ähm… Niemand, so weit ich weiß, Pepino.“

„Eben. Außerdem ist Frauchen traurig wegen dem Loch, Paulchen.“

„Und das wollen wir auch nicht, Pepino.“

„Vielleicht sollten wir es zubuddeln, Paulchen.“

Wir foltern den Lochverbrecher mit dem Kicherball

„Warte mal.. Was macht der da? Der schneidet in die Wand rein, Pepino! Und zwar in die Wand neben der Lochwand.“

„Na bravo, noch ein Loch… Der sollte sich ein Beispiel an Dir nehmen, Paulchen: Du beißt nur Löcher in Kuscheldecken und Teppiche.“

„Frauchen stoppt den Mann nicht, Pepino. Obwohl sie sagt, das alles gut wird..“

„Armes Frauchen. Sie ist so geschockt, dass sie nicht mal mehr reagiert, Paulchen.“

„Wir sollten wuffen und wauen, Pepino. Vielleicht hört der dann auf, die Wände kaputt zu machen.“

„Wau!“

„Wuff!“

„Vielleicht hat der ja auch das Loch gegraben und es war gar nicht Momo, Paulchen.“

„Boah, Sauerei! Man macht keine Löcher in unser Zuhause! Protest, Pepino! Wuff!“

„Wau!“

„Oh, Frauchen sagt, der Mann macht Wandlöcher zu, Pepjno.“

„Wer’s glaubt… Lass uns in den Garten gehen, Paulchen. Wir warten auf der anderen Wandseite, ob er da wie ein Maulwurf raus kommt.“

„Gute Idee, Pepino. Wenn er auftaucht, haben wir den Lochverbrecher.“

„Und dann spielen wir mit dem kichernden Ball bis er wahnsinnig wird, Paulchen. Strafe muss sein…“ Text: Paulchen und Pepino / Foto: Marion Friedl

 

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

1 comment Categories: Paulchen + Pepino Schlagwörter:

One thought on “Paulchen und Pepino haben ein neues Haus mit Loch

  1. Das ist manchmal, wenn man renoviert kommen Singe zum Vorschein, die man vorher nicht sehen konnte. Aber Frauchen wird es schon wissen, die Löcher werden mit Sicherheit wieder verschlossen und dann wird alles schön.

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