Paulchen und Pepino feiern Frauchens Buch

Copyright: Marion Friedl

„Hey, Paulchen! Schon gesehen?“

„Was, Pepino? Liegt irgendwo ein vergessenes Leckerli rum?“

„Du kannst wirklich nur ans Fressen denken, Paulchen.“

„Das ist lebenswichtig, Pepino. Oder willst Du, dass ich eingehe wie ein jämmerliches Primelchen?“

„Natürlich nicht, Paulchen. Aber es geht um Frauchens Buch und Ebook.“

„Das Buch, das scheinbar nie fertig wird?“

„Genau das, Paulchen. Es ist jetzt endlich bei Amazon erhältlich.“

Fürs Trödeln gibt es kein Leckerli

„Wer hat getrödelt, Pepino? Amazon oder Frauchen?“

„Ähm… Ich denke mal, es war Frauchen.“

„Dafür bekommt sie kein Leckerli, Pepino.“

„Jetzt hör doch mal auf mit diesen Leckerlis, Paulchen. In dem Buch geht es um Tiere, die den Menschen im Traum erscheinen.“

„Na, toll. Das füllt etwa zwei Seiten, Pepino. Und dafür braucht sie so lang?“

„Sie hat ja auch geschrieben, was die Tiere alles im Traum mitteilen wollen, Paulchen.“

„Gut, das sind ein paar Seiten mehr, Pepino.“

„Und dann ist da noch Wissenschaftszeug drin übers Schlafen und Träumen, Paulchen.“

„Häh? Ist doch ganz einfach, Pepino: Augen zu, schnarchen, träumen, aufwachen.“

„Hm, wenn Du meinst… Aber egal: Frauchen hat alle Botschaften der Tiere von A bis Z aufgeschrieben, Paulchen.“

Woher weiß Frauchen, was ich nachts mache?

„Komme ich dabei vor, Pepino?“

„Nicht, dass ich wüsste, Paulchen. Frauchen meint, Du erscheinst ja niemandem im Traum.“

„Woher will sie wissen, was ich nachts mache, wenn sie schläft, Pepino?“

„Keine Ahnung, Paulchen. Außerdem wäre nur noch bei X ein Plätzchen frei gewesen, weil sie da kein X-Tier gefunden hat.“

„Xaulchen?! Es ist vielleicht doch gut, dass ich nicht erwähnt wurde im Buch…“

„Hm, Xaffe, Xolibri und Xolf hat ihr wohl auch nicht gefallen, Paulchen.“

„Logisch: Affe, Kolibri und Wolf klingen ja auch besser, Pepino.“

Piggykuss?! Hat Frauchen beim Schreiben getrunken?

„Du, Paulchen: Die hat nicht nur über Wildtiere, Haustiere und Nutztiere geschrieben.“

„Mehr Tiere gibt es nicht, Pepino.“

„Von wegen: Denk mal an Einhorn, Drache und Pegasus, Paulchen.“

„Piggykuss?!“

„Pegasus heißt das, Paulchen. Irgendein Mischling aus Tier und Mensch mit Flügel.“

„Hat sie beim Schreiben getrunken, Pepino?“

„Nein, sie war stocknüchtern. Das sind mystische Tiere aus Fabeln und Sagen, Paulchen.“

„Meinetwegen. Wie sieht das Titelbild aus, Pepino?“

„Das Wolkenbild von Kimba sieht man da. Frauchen sagt, er hat es an den Himmel gemalt, als sie mit Dir Ball gespielt hat.“

„Ich erinnere mich: Ich war noch ein Welpe und Kimba war gerade ins Regenbogenland gegangen. Dann hat er sich an den Himmel gemalt: Ohren, offene Schnauze, Pfoten und ein Ball.“

„Wau! Er hat mit Dir und Frauchen gespielt, Paulchen.“

„Ja, und Frauchen hat geschnieft.“

„Oh nein. Ich mag kein trauriges Frauchen. Wir sollten mit ihr feiern, Paulchen.“

Jetzt hat sie endlich Zeit für mein Buch

„Feiern klingt gut, Pepino. Jetzt hat sie endlich Zeit und ich kann ihr mein Buch diktieren.“

„Du schreibst mal wieder ein Buch, Paulchen?“

„Oh ja, Pepino. Diesmal heißt es: Paulchens kleine Horrorwelt.“

„Klingt schauderlich, Paulchen.“

„22 schaurige Geschichten – ich sehe Dich schon zittern.“

„Du bist gemein, Paulchen. Ich fürchte mich eben vor ein paar Dingen.“

„Cool! Das wird ein Spaß, Pepino.“

„Ähm… Ich gehe mal lieber zu Frauchen und sehe nach, womit sie gerade feiert, Paulchen.“

„Leckerlis! Ich komme mit, Pepino! Warte auf mich…!“ Text: Paulchen und Pepino / Foto: Marion Friedl

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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