Mückenabwehr schützt Hund, Katze und Co.

Copyright: Marion Friedl

Der Hund liegt friedlich dösend da, doch dann geht es los: Ohr- und Kopfschütteln, in die Luft schnappen, kratzen, knabbern, lecken – kurzum: Mücken-Alarm ist angesagt. Doch wie funktioniert die Mückenabwehr am besten und was schützt Hund, Katze und Co. vor besonders gefährlichen Mücken, wenn z.B. der Hund ins südliche Europa verreist?

Tiere werden trotz Fell gestochen

Ach was, Tiere haben ein Fell und deshalb werden sie nicht von Mücken gestochen. Das ist nicht wahr! Diese kleinen Blutsauger finden schon ihren Weg durchs Fell bis zur Haut. Und dann stechen sie zu, saugen sich voll und hinterher juckt es wie verrückt. Mit einer guten Mückenabwehr wäre das nicht passiert. Ganz ohne Chemie kommt beispielsweise das cdVet Insektenabwehr-Mittel aus.

Mückenabwehr-Öl selbst herstellen

Wer mag, kann auch selber ein natürliches Öl zur Mückenabwehr herstellen. Mücken mögen nicht jeden Duft und schwirren bei unbeliebten Gerüchen ab. Bewährt haben sich Geranie, Zitrone und Lavendel. Für ein Mückenabwehr-Öl zum Auftragen auf die Haut besorgen Sie sich 100 ml kaltgepresstes Kokosöl sowie die naturbelassenen, biologischen Aromaöle Geranie, Zitrone und Lavendel. Verflüssigen Sie das Kokosöl (am besten im über 20 Grad warmen Wasserbad). Auf 100 ml Kokosöl geben Sie 10 Tropfen Geranie, 7 Tropfen Zitrone und 7 Tropfen Lavendel. Achten Sie bitte darauf, dass die Öle wirklich biologisch und naturbelassen sind: Schließlich soll es Ihren Vierbeiner ja nicht jucken – weder wegen eines Insektenstichs noch wegen einer Allergie auf die Öle.

Alltagstricks für zu Hause

Ein paar Alltagstricks für zu Hause gibt es auch: Zitronella-Kerzen auf dem Tisch vertreiben Mücken im Garten und im Haus. Geranien in Balkonkästen, Lavendel als Topf- oder Beetpflanze sowie Tomatenpflanzen gehören zur natürlichen Mückenabwehr. Achten Sie auch darauf, dass im Garten kein stehendes Wasser (z.B. Regentonne, Doggy Pool) ohne Abdeckung herum steht, denn das wird von Insekten gerne als Eiablageplatz genutzt. Moskitonetze und Mückengitter an Fenstern und Türen können in den Innenräumen vor ungebetenen Gästen schützen. Schützendes Netz-Zubehör (z.B. an Kopf, Ohren) gibt es übrigens auch für Pferde. Und wenn doch mal eine Mücke gestochen hat, kann Aloe Vera auf der Fensterbank eine gute Hilfe sein. Einfach ein Stück abschneiden und auf die juckende Stelle halten – das Gel der Pflanze kühlt und lindert den Juckreiz.

Besonderer Schutz im Urlaub

Wer mit seinem Liebling in Urlaub fahren will, sollte sich gut gegen stechende Plagegeister rüsten. Mittel zur Mückenabwehr sind beispielsweise in den skandinavischen Ländern, aber auch in südosteuropäischen Ländern dringend zu empfehlen. In Südosteuropa sollte man sich auf keinen Fall nur auf die natürliche Mückenabwehr verlassen. Am besten kontaktiert man etwa zwei Monate vor Reiseantritt den Tierarzt, der mit Medikamenten und Impfungen die bestmögliche Vorsorge bieten kann – und das kann lebensrettend sein. Medikamente sind nötig, um Stechmücken abzuwehren, die Herzwurm-Larven übertragen können. Eine Impfung kann vor Leishmaniose schützen, die von Sandmücken übertragen wird.

Auch an die Zeckenprophylaxe denken

Vergessen Sie übrigens nicht die Zeckenprophylaxe, über die ich bereits geschrieben habe. Zecken sind keine Insekten, wie Mücken, sondern spinnenartige Übeltäter, denen man mit speziellen Mitteln vorsorglich Paroli bieten sollte. Sie sind ebenfalls gefährlich für Bellos und auch für Ihre Gesundheit (FSME, Borreliose, Anaplasmose). Text/Foto: Marion Friedl

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Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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