Magen und Darm: Schnelle Hilfe für Hunde

Copyright: Marion Friedl

Da bekommt der Hund an Weihnachten Leckerlis geschenkt und frisst vor lauter Begeisterung zu viel davon. Die Folge: Bauchweh und Übelkeit. An den Feiertagen hat der Hund den Festtagsbraten gemopst? Dann dürfte er mit Durchfall gestraft genug sein. Ob Magengrimmen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung oder Übelkeit – schnelle Hilfe für Hunde ist nun gefragt, denn Silvester und Neujahr stehen vor der Tür und da will auch der Vierbeiner wieder fit sein.

Tolles Duo: Kamille und Nux vomica

Wer Bauchweh hat, kann mit Kamillentee gut beraten sein. Okay, nicht jeder Hund freut sich über dieses Geschmackserlebnis, aber er kann überlistet werden: Wenn er schon was frisst, dann bitte mit Kamillentee beträufelt. Kamille beruhigt den Magen und lindert auch ein wenig die Übelkeit. Doch gegen Übelkeit und Erbrechen gibt es auch die homöopathischen Globulis Nux vomica D6 (je nach Heftigkeit 1 bis 3 mal täglich 5 Globulis) und diese Hilfe für Hunde wird in der Regel ohne Mätzchen eingenommen.

Bewegung und Bryonia

Der Hund presst, aber es kommt kein Kot? Und wenn er einen Haufen absetzt, dann ist der hart und dunkel? Jetzt ist dringend Hilfe für Hunde angesagt, damit die Verstopfung behoben wird. Generell tut Bewegung gut und Hunde mit Verstopfung brauchen auch genug Flüssigkeit. Aber auch im Napf kann die Hilfe liegen: Ein paar Tropfen Olivenöl über das Futter geträufelt oder ein kleines Stück Käse und schon rutscht der Kot wieder besser. Außerdem gibt es die homöopathischen Globulis Bryonia D6 (drei mal täglich 5 Globulis einnehmen).

Achtung: Verstopfung niemals auf die leichte Schulter nehmen, denn es könnte sich auch ein tödliches Risiko dahinter verbergen, wie etwa ein Darmverschluss, eine Magendrehung oder ein verschluckter Fremdkörper. Im Zweifelsfall schnellstens zum Tierarzt bzw. in die Tierklinik fahren!

Schonkost und Reto

Ein anderes unliebsames Verdauungsproblem ist der Durchfall: Hier hilft Schonkost, wie etwa weich gekochte Möhrchen und Reis. Bessert sich der Durchfall, kann ein wenig Huhn dazu gegeben werden. Parallel zur Schonkost sollte der Hund auch ein pflanzliches Medikament (z.B. Reto Kautabletten) bekommen.

Achtung: Niemals Medikamente aus der Humanmedizin verabreichen! Das wäre keine Hilfe für Hunde, sondern ein fataler Fehler! Menschen-Medikamente werden vom Hund nicht vertragen und können ihn in Lebensgefahr bringen.

Fenchel und  Massage

Wenn der Hund pupst und stinkt, dann hat er Blähungen. Fencheltee bekommt vielleicht nicht den ersten Preis im Geschmackswettbewerb, aber es hilft ja nichts: Hühnchen und Reis im Napf sind die Schonkost, die mit Fencheltee gekrönt wird. Aber immerhin: Der Hund bekommt eine wohltuende Bauch-Massage spendiert. Das ist doch was.

Achtung: Eine Magendrehung beginnt immer mit Blähungen – bedenken Sie auch dieses tödliche Risiko und bringen Sie Ihren Liebling im Zweifelsfall sofort zum Tierarzt bzw. in die Tierklinik, denn dort gibt es die richtige Hilfe für Hunde in Lebensgefahr.

In diesen Fällen muss der Hund sofort in die Tierklinik

Wer Schokolade gemopst hat, der muss sofort in die Tierklinik denn das giftige Theobromin (vor allem in Bitterschokolade enthalten) kann vom Hund nicht abgebaut werden. Auch wenn ein Fremdkörper verschluckt wurde oder ein Knochen den Darm verschließt, muss der Hund sofort in tierärztliche Behandlung. Gleiches gilt, wenn er Giftiges gefressen hat (z.B. Medikamente, Putzmittel, Pflanzen, Düngemittel, Zigaretten etc.) oder zu viel Salz erwischt hat (z.B. aufgelecktes Streusalz), denn auch das kann tödlich enden. Auch wenn Magenschmerzen, Verstopfung, Durchfall, Erbrechen, Blähungen länger anhalten, heißt es ab zum Tierarzt. Text/Foto: Marion Friedl  

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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