Kimba weiss Rat: Insekten abwehren

Copyright: Marion Friedl

Oh, das riecht gut. Es ist wieder Zwetschgendatschi-Zeit. So heißt der Kuchen in Bayern. Anderswo wird er wahrscheinlich Pflaumenkuchen heißen. Euer Kimba ist da ganz nah dran – also an Frauchens Sitzplatz. Nicht am Datschi. Aber ich betöre Frauchen so lange mit meinen schönsten Blicken, bis ihr ein Happs vom Kuchen runter fällt. „Hoppla! Wie konnte das denn passiern?“, wundert sie sich jedes Mal. Ich weiß natürlich, dass sie sich absichtlich so schusselig angestellt hat, damit ich etwas abbekomme und sie sagen kann, dass sie mein Betteln nicht belohnt hat.

Homöopathie für den Notfall

Allerdings kann so ein süßes Häppchen böse enden. Man muss höllisch aufpassen, denn die Wespen sind auf Zwetschgen ganz versessen. Heuer habe ich den Eindruck, dass es noch mehr Wespen gibt als sonst und die sind so richtig aufdringlich. Ich schnappe dann immer in die Luft und Frauchen stoppt meinen genervten Jagdeifer sofort mit dem Hinweis: „Nicht, Kimba! Die stechen!“ Uuups… Das klingt übel. Frauchen hat in der Notfallapotheke homöopathische Erste Hilfe bei Insektenstichen: Apis mellifica D12 bei Bienenstichen und Ledum D12 bei Wespen- und Hornissenstichen. Aber ich will das lieber nicht ausprobieren. So ein Stich schmerzt ja schon in der Pfote entsetzlich, aber wenn die im Maul- und Rachenraum zusticht, dann kann das ganz schnell zu Schwellungen, Atemnot und womöglich zum Tod führen. Wer will das denn? Ich nicht, denn ich habe in diesem Leben noch so einiges vor. Deswegen will Frauchen die Insekten abwehren, bevor die auf blöde Ideen kommen.

Dufte Tricks, die Insekten abwehren

Frauchen versucht aber auch die stechenden Biester mit duftenden Tricks fernzuhalten, weil sie von ihrem Datschi maximal ein Stück für mich abgeben will. Mit stechendem Getier teilt die gar nix. Erst hatte sie mal so rauchende Spiralen aus dem Baumarkt geholt. Die konnten tatsächlich die Insekten abwehren und Frauchen war ganz begeistert, aber ich musste immer niesen. Also hat sie umgesattelt: Jetzt liegen Zitronen auf dem Tisch, die sie mit Gewürznelken gespickt hat. Das funktioniert auch und ersetzt die Citronella-Duftkerzen, die teilweise doch recht intensiv riechen. Die gespickte Zitrone ist nicht ganz so gut wie das qualmende Zeug, aber es ist nicht schlecht. Manchmal greift sie auch zu einem Aromaöl-Mix: Geranien-, Lavendel-, Nelken- und Zitronenduft gemixt – das ist auch nicht schlecht. Das stellt sie auch gerne nachts am offenen Schlafzimmerfenster auf, denn da drehen sogar die Mücken ab.

Aufgepasst auf Streuobstwiesen

Also, Ihr lieben Zwei- und Vierbeiner: Passt gut auf, bevor Ihr in den Datschi beißt. Und deckt Eure Getränke ab oder benutzt einen Strohhalm. Auch das kann Insekten abwehren. Gut, wir Hunde sind da ja fein raus, denn mein Schlabberwasser ist anscheinend kein Wespenhit. Übrigens: Die Biester sitzen auch auf Fallobst. Passt bloß beim nächsten Spaziergang auf: Wenn Ihr da über eine Streuobstwiese flitzt, dann verkneift Euch das Naschen und achtet darauf, wo Ihr hintretet. Nun muss ich aber wieder meinen Habacht-Posten neben Frauchen einnehmen. Nicht dass die den Datschi ganz alleine isst… Text: Kimba / Foto: Marion Friedl

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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