Kimba weiss Rat: Hundehochzeit – niemals!

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Leute, mein Frauchen führt manchmal Selbstgespräche und Euer Kimba denkt sich dann seinen Teil. Aber heute habe ich einen Schreck gekriegt. „Morgen wird geheiratet“, hat sie gesagt. Hundehochzeit – niemals! Ich nicht! Schon weil ich keine Klamotten anziehen will. „Ich bin gespannt, welches Kleid sie trägt.“ Frauchen, das ist mir hundewurscht. Ob Dirndl, Tütü oder weißes Brautkleid – ich heirate nicht. Ich stehe auf Hundemädels mit Fell und nicht mal die würde ich heiraten.

Nur Häppchen und Kutschfahrt sind okay

„Eine Kutschfahrt ist auch geplant.“ Gut, das hat was. In einer Kutsche würde ich gerne mal fahren. Aber dafür lasse ich mich nicht zwangsverheiraten von Dir. „Und bestimmt gibt es leckerschmeckerfeines Essen.“ Hunde heiraten prinzipiell nicht. Nicht mal für gutes Essen. Aber ansonsten könnte ich mich zu exotischen Straußhäppchen in meinem silbernen Napf überreden lassen. „Überall wird die Hochzeit auf Leinwänden zu sehen sein.“ Okay, ich bin Buchautor und man kann gerne über mich berichten, aber ich heirate nicht für meinen Erfolg und auch nicht für eine Karriere auf der Leinwand.

Prinz Harry darf seine Meghan heiraten

„Naja, ich schaue mir das nur kurz an.“ Ich gehe da gar nicht erst hin. „Das muss man schon gesehen haben, wenn in Großbritannien der Prinz Harry seine Meghan heiratet.“ So, und das war der Moment, in dem mir ein Stein – fast so groß wie die Zugspitze – vom Hundeherz geplumpst ist. Die hat nicht über meine Hundehochzeit gesprochen, sondern über das Spektakel bei den Adeligen.

Eine Hundehochzeit ist der größte Quatsch

Ich war beruhigt: Da heiraten Zweibeiner und keine Hunde. Das ist nämlich der größte Quatsch. Oh mein Gott! Hat da echt jemand gefragt, warum das Quatsch ist? Stellt Euch mal vor, wir Hunde wären noch Wölfe oder wir wären Wildhunde. Habt Ihr jemals gesehen, dass die Hochzeit feiern? Leben die treu bis ans Lebensende mit einem Partner zusammen? Leute, wir sind keine Pinguine, die sich lebenslang an einen Partner binden. Hunde lieben die Abwechslung. Und wenn da irgendwas passiert, dann kann sich die Auserwählte selber um ihren Nachwuchs kümmern.

Wir wollen keine Klamotten tragen

Und wie gesagt: Wir wollen keine Klamotten tragen. Gut, wir lassen uns mal dazu überreden, bei einer Hochzeit von Zweibeinern mitzuwirken. Da kann man uns dann gerne eine Schleife oder eine Fliege umbinden, an der die Eheringe baumeln. Die tragen wir mal kurz zum Altar. Mehr aber auch nicht.

Hunden ist Hochzeitskram total egal

Btte macht nicht jeden Unsinn mit. Verheiratet nicht Eure Hunde, nur weil Ihr findet, dass die gut zueinander passen. Die Vierbeiner sehen das höchstwahrscheinlich ganz anders. Denen ist Hochzeitskram völlig egal. Und auf Klamotten solltet Ihr generell verzichten. Wir Hunde zeigen gerne, wenn sich bei uns ein Härchen am Rücken sträubt, wir kommunizieren auch mit Bewegungen, Ohren und Schwanz. Wenn uns da was einengt oder etwas abgedeckt ist, dann kann das bei Hundebegegnungen zu Missverständnissen führen, die auch mal bissig enden. Außerdem schmuddeln wir Klamotten sowieso an und wenn wir mal dringend müssen, dann können wir vielleicht nicht, weil uns die Klamotten stören.

Lasst uns bitte Tiere sein

Kurzum – ich habe einen heißen Tipp: Lasst uns bitte Tiere sein. Wir kuscheln gerne mit Euch auf der Couch, während Ihr Euch Hochzeitskram im Fernsehen anseht, aber wir sind keine Menschen und wollen es auch nicht sein. Text: Kimba/Foto: Marion Friedl

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Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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