Kimba weiss Rat: Hunde-Beschäftigung bei Regen

Copyright: Marion Friedl

Morgen ist meteorologischer Herbstanfang und bei uns regnet es heute schon. Und das hört nicht mehr auf zu regnen. Euer Kimba ist echt genervt. Frauchen hat nämlich auch noch die Tür zum Garten zugemacht: „Es ist kalt und es regnet rein“, hat sie gesagt. Deshalb liege ich jetzt auf meinem Kissen im Wohnzimmer und sehe missmutig zum Fenster hinaus. Was will man mit so einem blöden Stubenhocker-Tag anfangen? Hunde-Beschäftigung muss her!

Indoor muss es nicht langweilig sein

Okay, wir gehen natürlich Gassi, aber die Runden sind nicht so schön und auch nicht so lang. Wahrscheinlich würde Frauchen auch länger mit mir durch den Regen stapfen, aber ich mag Regen nicht. Und wehe, es rät mir jetzt jemand zu einem Regenmantel. Den mag ich auch nicht. Außerdem wären Kopf, Popo und Pfoten immer noch nass. Igitt. Wie dem auch sei: Weil ich Regen nicht mag, bringe ich Frauchen früher als sonst nach Hause. Und dann geht das wieder los: Langeweile. Außer, wenn man sich indoor Hunde-Beschäftigung einfallen lässt.

Tolle Spiele in Frauchens Schatzkiste

Frauchen hat eine Schatzkiste. Nun ja, es ist eher eine Schatz-Kommode, weil so viel drin ist. Intelligenzspiele sind echt klasse. Da hat Frauchen mehrere, damit wir abwechseln können und ich mir jedes Mal neue Lösungen für die kniffligen Spiele ausdenken muss. Und dann habe ich eine Schnüffelteppich aus Filz: Darin versteckt Frauchen Leckerlis und ich muss sie mit meiner tollen Hundenase finden. Das spielen wir meistens mit Trockenfutter und zwar zur Futterzeit, damit ich nicht einfach nur Selbstbedienung am Napf mache und alles in mich rein schlinge. Hunde-Beschäftigung und Fütterung in einem – dieses 2 in 1 ist nicht schlecht, oder?

Spannung mit dem Ball

Zwischendrin gibt es echt spannende Hunde-Beschäftigung – allerdings muss ich aufpassen, dass Frauchen nicht zu oft „Tooor!“ ruft. Wir haben nämlich einen Plüschball und den versucht Frauchen durch den Türrahmen zu schubsen. Ich stehe im Türrahmen und fange den Ball (meistens) ab. Wenn ich das nicht tue, hat Frauchen ein Tor geschossen und sie gewinnt womöglich. Außer wenn ich den Ball an ihr vorbei gegen die Wand schubse. Das ist nicht einfach, aber ich habe Glück: Frauchen verpennt manchmal ihren Einsatz als Torwart und dann habe ich auch ein Tor geschossen.

Gehirnjogging mit Plüschtieren

Apropos Plüsch: Ich habe ja viele Plüschtiere. Man könnte schon sagen, dass das ein Plüschtier-Zoo ist. Alle Plüschis haben Namen. Und Frauchen sagt, die machen gerne mit mir Gehirnjogging. Sie sagt einen Namen und ich muss das richtige Plüschtier bringen. Es gab da mal einen Border Collie, der hatte noch mehr Plüschtiere und er hatte bei Wetten dass ein echtes Rekordergebnis abgeliefert, weil er immer das richtige Plüschtier gebracht hat. „So viele Treffer musst Du gar nicht machen, Kimba. Aber ein paar musst Du schon auseinander halten können“, meint Frauchen und ich lege mich richtig ins Zeug. Im Eifer des Gefechts schleuder ich schon mal so ein Tierchen durchs Zimmer und dann verkrümelt es sich unters Sofa. Da ist dann aber Schluss mit lustig und aus der Hunde-Beschäftigung wird eine Frauchen-Beschäftigung. Sie muss den Ausreißer hervor holen, weil ich da nicht ran komme und auch nicht unter das Sofa passe.

Zerrspiel, Eimer-Slalom und Wölkchen-Massage

Ein kleines Zerrspiel am Tau, ein Slalom durch die Putzeimer-Linie und dann ist aber Wellness angesagt. Oh, das kann Frauchen gut! Sie massiert mit kreisenden Fingerspitzen kleine, zarte Wölkchen in mein Fell. Von vorne bis hinten, an jeder Seite, oben auf dem Rücken und unten auf dem Bauch – sogar die Pfoten, Ohren und die Schwanzspitze werden massiert. Ich liebe das… Genau das richtige, um nach so vielen Indoor-Spielen zu entspannen und zu dösen. Man kann sich dabei gemütlich strecken und räkeln und man fühlt sich einfach nur wohl. Von wegen blöder Stubenhocker-Tag mit zu wenig Hunde-Beschäftigung. Man muss sich nur was einfallen lassen. Habt Spaß in Eurer Hunde-Mensch-Hütte! Text: Kimba / Foto: Marion Friedl   

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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