Kimba weiss Rat: Hunde bei Hitze schützen!

Copyright: Marion Friedl

Letzte Woche hatte ich Zwangspause, weil Frauchen ins Krankenhaus musste. Aber heute ist Euer Kimba wieder zur Stelle und das ist auch gut so, denn es soll wieder sommerlich warm werden. Also Leute, passt gut auf Eure Hunde bei Hitze auf!

Das Auto wird blitzschnell zur tödlichen Falle

Nur ein paar Minuten dauert es, bis das Auto zum Backofen wird – auch wenn es im Schatten geparkt wird, ist es viel zu heiß im Auto, um darin zu warten. Und so ein scheußlich heißes Auto kann zur tödlichen Falle für Eure Vierbeiner werden. Lieber warten Hunde bei Hitze open air und im Schatten angeleint vor dem Geschäft oder er bleibt zu Hause. Das ist doch wohl wirklich besser als ein Hitzschlag im Auto, oder? Nicht mal im Cabrio ist man davor sicher.

Wasserflasche für unterwegs nicht vergessen

Aber auch bei Gassi-Runden, Sport und Ausflügen kann es Hunden schnell zu warm werden. Ihr solltet mal sehen, wie weit ich meine hechelnde Zunge raushängen kann, wenn mir zu heiß wird. Naja, irgendwie muss man als Hund ja schwitzen und das tun wir halt mit der Zunge. Die will aber auch gekühlt werden. Am besten eine Thermosflasche mit kaltem Wasser mitnehmen, damit unterwegs öfter ein Schlabberpäuschen eingelegt werden kann. Ist ja nicht immer ein See oder Bach in der Nähe.

Wasserratten sollten sich erst mal abkühlen

Apropos: Wasserratten sollten ein wenig vorsichtig sein! Nicht gleich aufgeheizt von der Gassi-Tour ins kalte Wasser rennen, sondern den Körper schonend abkühlen: Erst mal im Schatten etwas runter kommen, dann mit den Pfoten ins seichte Wasser und danach dürfen Hunde von der Nasen- bis zur Schwanzspitze nass werden.

Kühlere Tageszeiten nutzen

Agility, Jogging oder Radfahren – alles schön und gut, aber Sport ist für Hunde bei  Hitze oft zu anstrengend und sollte deshalb auch mal ausfallen. Selbst für Gassi-Runden sollten die kühleren Tageszeiten morgens und abends genutzt werden. Übrigens: Auch in der Hundeschule kann es zu heiß werden, denn auch lernen ist anstrengend und man ist dabei oft auf einem sonnigen Hundeplatz.

Schattenplätze für Hunde bei Hitze

Im Sommer ist es wichtig, dass wir Hunde schattige und kühle Plätze aufsuchen können. Das heißt: Hof- und Gartenhunde brauchen auch Schattenplätze. Ideal ist es, wenn der Vierbeiner ins kühle Haus kann: Da findet sich doch immer ein kühler Boden, auf dem man die Betriebstemperatur wieder reduzieren kann. Beim Camping sollte auch der Hund ein Sonnendach oder eine Hundehütte haben. Und logisch: Ob Hof, Garten oder Campingplatz – wir Hunde brauchen immer frisches Wasser. Das Wasser darf kalt sein, aber es sollte nicht eiskalt sein, denn dann könnten wir Magengrimmen bekommen. Und wer willl das denn?

Auch die Pfoten müssen viel aushalten

Übrigens: Auch unsere Pfoten müssen viel aushalten, denn die Sonne heizt den Asphalt tüchtig auf. Da wir barfuß laufen, kann das einen unschönen Autsch-Effekt an den Pfoten haben. Viel lieber laufen wir auf schattigen Bodenflecken oder im Gras, denn das verbrutzelt nicht unsere Ballen. Spröde und rau können die Ballen aber trotzdem werden und dann freuen wir uns über einen Pfotenbalsam, der alles wieder geschmeidig macht.

Erste Hilfe für Hunde bei Hitze

Ist es einem Hund doch zu heiß geworden, dann hilft nur eins: Er muss sofort in den Schatten und er braucht frisches kaltes Wasser. Kalte Umschläge an den Pfoten und auf der Stirn können ebenfalls die Temperatur senken. Notfall-Bach-Blüten können zwar zur Ersten Hilfe gegeben werden, aber der Hund muss trotzdem sofort zum Tierarzt, der sich um Herz und Kreislauf kümmern muss. Ist der Hitzschlag bereits passiert, dann muss es aber richtig schnell zum Doc gehen.

Achtung bei Kühldecken und Zugluft

Kühlende Decken, Halsbänder und Westen für den Hund sind übrigens mit Vorsicht zu genießen. Die können sehr praktisch sein, aber auch zur Gefahr werden. Wenn es für den überhitzten Hund zu schnell kalt wird, tut das dem Kreislauf auch nicht gut. Außerdem könnte die Kälte auch Erkältungsgefahr bedeuten oder zum Beispiel eine Blasenentzündung verursachen. Auch vor Zugluft sollte der Hund geschützt sein, denn das kann zu Augen- und Ohrenentzündungen führen.

Mann, jetzt reicht es aber wieder mit guten Tipps, oder? Ich sage immer: Einfach das Köpfchen einschalten, nachdenken und auf Nummer Sicher gehen. Dann kann man den Sommer auch gefahrlos genießen und richtig viel Spaß haben. Und genau den wünsche ich Euch jetzt! Text: Kimba / Foto: Marion Friedl

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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