Kimba weiss Rat: Hitze-Tipps für die Hundstage

Copyright: Marion Friedl

Hechel, lechz und sabber – ist das heiß! Frauchen hat extra noch mal durch mein Fell gebürstet, damit es für die Hundstage dünner wird, aber Eurem Kimba ist immer noch heiß. Die heißesten Sommertage heißen bei uns in Bayern Hundstage. Manchmal wird das fast zu viel… Obwohl – besser als Regen ist es ja. Auch wenn einige dieses Jahr unter Dürre leiden. Hier in Bayern geht das – alles noch grün in meiner Umgebung. Nichts verdorrt.

Frisches Wasser gegen die Dürre im Napf

Dürre herrscht bei mir höchstens im Wassernapf. Frauchen sieht ja öfter als sonst nach, ob ich genug Wasser habe und sie tauscht es auch immer wieder gegen frisches Wasser aus. Aber trotzdem verpasst sie es hin und wieder. Verpennt die Hundstage sozusagen… Dann klopfe ich an ihren Oberschenkel und scheppere mit dem Napf herum bis sie feststellt: „Da ist es ja trockener als in der Sahelzone.“ Leute, ich habe keine Ahnung wo oder was die Sahelzone ist – aber ich mag sie, weil mein Napf immer aufgefüllt wird, wenn Frauchen die Sahelzone entdeckt.

Herrliches Nassfutter und ein kleines Hunde-Eis

Ich boykottiere zur Zeit das Trockenfutter. Es ist einfach zu heiß dafür. Ich krieg das nicht runter. So was von trocken – das rutscht nicht. Ich wollte gerade auf meine Beratungsliste für Frauchen schreiben, dass sie mir für die Hundstage mehr Nassfutter mitbringt. Aber ich habe die anscheinend gut erzogen: „Na, Kimba – zu heiß für Trockenfutter? Mal sehen, was wir noch haben: Hühnchen, Wild, Rind…“ Ich ließ sie gar nicht weiter reden, sondern stupste sie gleich mal so an, dass ihre Hand bei der Dose mit Hühnchen-Fleisch landete. Fehlte nur noch der Nachtisch: Hunde-Eis. Aber auch da war vorgesorgt. Eiswürfel aus Wasser mit einem kleinen Leckerli drin. Mmmh – das ist was Feines, man kriegt Flüssigkeit ab und das Ding ist nicht so riesig, dass ich davon Bauchweh bekommen würde.

Es geht nichts über eine Siesta auf kühlen Fliesen

Nach dem Fressen nehme ich ja gerne ein Sonnenbad und wechsle dann in den Schatten zu meinem Open Air-Nickerchen. Für beides nehme ich mir normalerweise Zeit, aber diesmal war das anders: Kaum lag ich in der Sonne, hörte ich Frauchen fragen: „Ist das nicht zu heiß?“ Ich gebe ihr nicht gerne Recht, aber diesmal… Es war so heiß, dass ich mich gleich wieder vom Acker machte und in den Schatten wanderte. Es dauerte nicht lang, da fing ich sogar im Schatten zu hecheln an, weil ich ja nicht anders schwitzen kann. Also bin ich rein und habe ein Schlückchen getrunken, weil ich Flüssigkeit ausgehechelt hatte und dann legte ich mich auf die kühlen Fliesen im Flur. Da hat mich Frauchen stundenlang nicht weglocken können – so angenehm war diese Siesta.

Hundstage machen mich zum Stubenhocker

Mann, habe ich auf den Fliesen toll gedöst. „Du verschläfst ja den ganzen Sommer, Du Stubenhocker“, sagte Frauchen und weil ich nicht aufstehen wollte, setzt sie sich zu mir auf den Boden, um mich ein wenig zu kraulen. „Oha, das ist ja eine Bauchi-Klimaanlage unter Dir“, stellte sie fest, als sie auf den kühlen Fliesen saß. Und wie aufs Stichwort, legte ich mich so hin, dass ich ihr das kühle Bauchi zum Kraulen anbieten konnte. Man gönnt sich ja sonst nichts…

Im Auto darf Frauchen alleine brutzeln

Irgendwann hörte das Kraulen leider auf. Frauchen griff nach der Tasche und den Schlüsseln und meinte: „Ich fahre ohne Dich einkaufen, denn daheim im kühlen Flur bist Du besser aufgehoben als in dem heißen Auto.“ Mir sollte es recht sein, denn so konnte ich noch ein wenig schlummern. Und ehrlich: Das Auto ist im Sommer ein Backofen – da darf Frauchen gerne ohne mich brutzeln.

Spaziergang ohne Hitze, ohne Asphalt und mit Wasserrast

Am Abend erwachten dann meine Lebensgeister. Gähnen, strecken und recken – und dann die Lage checken: Hallo, Frauchen? Könnten wir bitte Gassi gehen? Als könnte sie mich verstehen, griff sie zur Leine und los ging es. „Das hält ja kein Hund aus“, meint Frauchen zu der Affenhitze und deshalb gehen wir im heißen Sommer  immer nur morgens oder abends spazieren. Frauchen achtet auch darauf, dass ich möglichst nicht auf Asphalt gehe, weil der so heiß ist. Sie führt mich so, dass ich im Grünstreifen gehe bis wir bei der Wiese angekommen sind, über die ich frei flitzen darf und die hin zum kühlen, schattigen Wald führt. Zwischendrin machen wir eine Pause und dann gibt es Wasser: Frauchen hat immer eine Wasserflasche für mich dabei. Mit Becher, damit ich besser schlabbern kann. Sie trinkt aus der Flasche. Nett von mir, dass ich mein Wasser mit ihr teile, oder? Naja, sind ja auch für sie Hundstage…

Leichtes Sommerbett und ein Nachtlüftchen

Nachts kann ich mir aussuchen, ob ich auf kühlem Laminat oder in einem leichten Sommerbettchen schlafen will. Es steht auch immer ein Napf mit Wasser in der Nähe. Und das Fenster haben wir sowieso offen, damit ein kühles Nachtlüftchen ins Zimmer weht. Oh, jetzt habe ich aber viel Hitze-Tipps ausgeplaudert – macht es uns nach und kommt gut durch die heißen Hundstage! Text: Kimba / Foto: Marion Friedl

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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