Kimba weiss Rat: Der Storch ist da, der Winter fällt aus

Copyright: Marion Friedl

Habt Ihr Lust auf ein Orakel kurz vor Silvester? Ich sage das Wetter vorher – da staunt Ihr, was Euer Kimba alles kann. Passt auf: „Eins, zwei drei, Kimbalabim und Schubidu – zeig mir das Winterwetter, Du Orakel Du.“ Okay, es dauert noch einen Moment… Hey Orakel, ich warte… Jetzt sehe ich es: Der Winter fällt aus. Zumindest in der Oberpfalz.

Das Wunder von Untertraubenbach

Jetzt wollt Ihr mich alle für das Silvester-Orakel buchen, oder? Ich kann aber nur die Winter-Vorhersage für die Oberpfalz bieten. Noch lieber wäre es mir, wenn ich das nur regional machen muss: Landkreis Cham wäre gut. Noch besser: Das Dorf Untertraubenbach. Die Sache ist nämlich die: Frauchen und ich sind vor knapp vier Wochen nach Untertraubenbach umgezogen und wir wohnen gegenüber von der Kirche. Das Storchennest auf dem Kirchturm war die ganze Zeit leer, aber gestern geschah das Wunder von Untertraubenbach: Es war en Storch im Nest und heute ist er immer noch da.

Dieser Storch ist kein Plastik-Scherz

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Das ist kein Scherz – der ist wirklich da. Frauchen hat auch große Augen gemacht und erst mal abgewartet, ob sich der Storch bewegt. Sie hat erst gedacht, dass jemand einen Scherz gemacht hat und einen Plastikstorch ins Nest gesetzt hat. Aber der Klappervogel hat sich tatsächlich bewegt. Frauchen auch: Sie hat ihn fotografiert (leider ist das große Teleobjektiv kaputt und der Storch ist deshalb so klein auf dem Foto) und dann hat sie sich am Kopf gekratzt. Das bedeutet, dass sie nachdenkt.

Vielleicht ist der warme Süden jetzt in der Oberpfalz

„Eigentlich sollte er im Süden sein“, hat sie gemurmelt. Ich habe dann für mich gedacht, dass der Süden vielleicht jetzt in der Oberpfalz ist, weil es doch angeblich überall wärmer wird. „Was das wohl zu bedeuten hat?“, rätselte Frauchen weiter und ich hatte die Antwort längst in meinem schlauen Hundekopf parat: Der Winter fällt aus.

So ein Storch ist nicht dumm

Anders kann das nicht sein. So ein Storch ist doch nicht dumm. Der weiß genau, wann er aus dem sonnigen Süden zurück nach Deutschland fliegen muss. Mit seinem inneren Navi findet der auch immer sein Nest wieder – obwohl er tausende Kilometer fliegen muss. Das ist echt eine super Leistung. Und ich denke mir: Wenn der Storch seine Flugroute und sein Nest findet, dann startet der auch zur richtigen Zeit durch. Deshalb fällt der Winter in Untertraubenbach aus, weil der Storch schon gelandet ist. Der ist nicht zu früh da, er ist halt nur pünktlicher als die Bahn.

Vielleicht hat er ja von Frauchens neuem Programm gehört, das ab Januar startet. Da gibt es auch Hundewanderungen, die bei der Storchenkirche beginnen. Auch die Seminare für Mensch und Tier, die Kultur mit Hund und die Wellness-Freuden für Tiere finden gegenüber vom Storchennest statt. Vielleicht hat der Storch das ja mitgekriegt und will nichts verpassen. Klang-Entspannung für den langen Schnabel wäre vielleicht was für ihn…

Mit nackigen Beinen landet er nicht freiwillig im Winter

„Hoffentlich erfriert er nicht, wenn doch noch der Winter kommt“, meinte Frauchen. Ich mache mir da keine großen Sorgen. Der Storch würde nicht mitten im Winter freiwillig in Untertraubenbach landen, weil er nackige Beine hat. Frostbeulen an roten, langen Beinen – wie würde das denn aussehen? Darüber würde ja jeder Storch lachen. Ich auch.

Ich richte mich nach dem Storch und werfe mein Winterfell ab

Frauchen rätselt immer noch. Ich bin da schon weiter: Ich habe ja die Antworten auf die Storchenrückkehr gefunden und deshalb werfe ich jetzt mein Winterfell ab. „Oweh, Du Flusenmonster“, hat Frauchen geseufzt und zur Bürste gegriffen. Da ging einiges raus aus meinem Fell, aber deshalb muss sie mich nicht Flusenmonster nennen. Das ist nicht nett. Ich hoffe nur, dass sie nicht auf den Kirchturm klettert und den armen Storch bürsten will. Vielleicht sollte ich ihr sagen, dass der Federn hat und keine Flusen abwirft…

Habt Ihr auch wundersame Beobachtungen gemacht, die vermuten lassen, dass der Winter ausfällt? Ich bin gespannt und würde mich freuen, wenn Ihr hier Eure Beobachtungen als Kommentar hinterlasst. Text: Kimba / Foto: Marion Friedl

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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