Kimba weiss Rat: Der Herbst hat viel zu bieten

Copyright: Marion Friedl

Im Norden ein paar Wolken – ansonsten viel Sonne und schön warm. Wau! Der Herbst ist gar nicht übel und Euer Kimba ist gespannt, was er so bringen wird. Bestimmt jede Menge Spaß. Gut, ich bin nicht mehr der Jüngste, aber in Bayern sagt man: A bissl was geht immer. Ganz mein Motto…

Laub kann man im Flug fangen

An den Sträuchern und Bäumen verfärben sich schon die Blätter. Bald segeln die gelben und roten Blätter auf den Boden und das raschelt dann toll. Okay, es riecht auch prima – auch wenn Frauchen die Nase rümpft. Ich wühle mit der Nase im Laub und springe darin herum. Das mache ich so lange bis Frauchen auch Spaß haben will. Dann wirft sie das Laub in die Luft und ich fange die Blätter.

Tauschgeschäft mit Kastanien

Wir sammeln auch Kastanien und daheim macht Frauchen daraus kleine Männchen mit Armen und Beinen aus Zahnstocher. Beim Sammeln passt sie aber auf, dass ich keine Kastanie fresse. „Pfui, davon bekommst Du Bauchweh“, ruft sie, wenn ich eine Kastanie klauen will. Wer will schon Bauchweh haben? Ich nicht. Also schaue ich besonders traurig, um Frauchen zu einem Tauschgeschäft zu überreden: Ich gebe Dir die Kastanie und bekomme dafür ein Leckerli… Das klappt immer.

Bettlerkunststück für ein Maroni-Häppchen

Ich habe bis heute nicht verstanden, warum Frauchen die Kastanien sammelt und nicht isst, aber dafür andere Kastanien kauft und die dann in der Pfanne brät. Sie sagt, das sind Maroni und nur die kann man essen. Beim Wort essen werde ich ja sofort aktiv: Zuckersüßer Blick, ein Ohr gekippt, das andere aufgestellt, den Kopf schräg halten – und schon kriege ich ein kleines Maronen-Stück.

Im Herbst werden Kühe zu Monstern

Der Herbst kann auch gruselig sein. Einmal sind Frauchen und ich bei Nebel im Auto unterwegs gewesen. Auf einmal hat Frauchen gefragt: „Was ist das da vorne?“ Ich habe zum Fenster rausgesehen und dachte, da steht ein Monster im Nebel. Als wir ganz nah dran waren, wurde aus dem Monster eine Kuh, die in der Nebelsuppe dicht am Zaun neben der Straße stand. Puh, da war ich aber erleichtert.

Ich suche im Nebel Engel, die Sternenstaub streuen

Apropos Nebel: Der liegt manchmal wie ein silbernes Tuch über den Feldern. Das sieht so schön aus, weil da gerade Engel Sternenstaub streuen. Das sagt Frauchen immer. Okay, ich habe noch nie einen Engel im Nebel erwischt, aber wir haben ein ungeschriebenes Gesetz: „Frauchen hat immer Recht, auch wenn sie nicht Recht hat.“ Also muss die Geschichte stimmen.

Eine Schlammpackung gratis

Ich bin ja wasserscheu, aber es soll Hunde geben, die gerne nass werden. Und die haben echt Spaß im Herbst: Sie springen in jede Pfütze und sehen irgendwann aus wie Schlammferkel. Die Menschen rufen dann „Igitt!“ und ich höre die dreckigen Hunde murren: „Das ist Hautpflege. Menschen zahlen viel Geld für eine Schlammpackung – wir haben die kostenlos gekriegt.“

Bei der Gartenarbeit helfe ich gerne

Im Herbst gibt es viele Dinge, die Spaß machen: Gartenarbeit zum Beispiel. Frauchen recht das Laub zusammen und ich fetze mitten durch den Haufen. Sie verbuddelt Zwiebeln, aber weil ich weiß, dass sie sich die Verstecke nie merken kann, grabe ich die Dinger wieder aus und Frauchen bekommt mal wieder Angst um meinen empfindlichen Magen. Dann wirft sie immer den Ball und lenkt mich von der Gartenarbeit ab. Naja, Ballspiele machen auch Spaß…

Versteckspiele sind echt lustig

Je länger es Herbst ist, umso leerer wird es im Garten. Frauchen macht dann alles winterfest und räumt die Sachen ins Gartenhaus. Einmal habe ich mich im Gartenhaus einschließen lassen. Mann, hat die mich gesucht, gerufen und ihre Stimme wurde immer aufgeregter. Irgendwann tat sie mir leid und ich habe kurz gewufft, damit sie mich findet. Die hat sich gefreut! „Ich dachte schon, Du bist abgehauen, als ich zur Biotonne gegangen bin“, meinte sie und ich schüttelte empört den Kopf und dachte: Die traut mir ja alles zu – sehe ich aus wie ein Streuner?

Es duftet nach Kürbissen und Pilzen

Auf dem Wochenmarkt riecht es super: Ich bevorzuge die riesigen Kürbisse als Schnupperobjekte, aber Frauchen kauft nur kleine Kürbisse für die Fensterbank. Und während sie bezahlt, habe ich schon den nächsten Duft in der Nase: Schwammerl – entschuldigung, Pilze meine ich. Die riecht man nur im Herbst. Frauchen macht  immer Rahmpilze mit Knödel und selbst in dem Zustand riechen die Dinger toll – aber auch die machen Bauchweh. Eigenartig, dass im Herbst so viele Sachen Bauchweh machen.

Eichhörnchen pflanzen Pinkelwälder an

Im Herbst riecht auch die Erde toll. Vor allem morgens mit Tau und Nebel duftet die Erde. Frauchen meint, das riecht nach Vergänglichkeit, aber ich bin fasziniert von dem herben Geruch. Wenn man mit der Pfote an der Erde kratzt, kann man einen Wurm aufstöbern. Aber die sind langweilig. Interessanter sind die Eichhörnchen, die im Herbst einen Wald pflanzen. Sie vergraben Nüsse und Eicheln und im nächsten Frühjahr sprießen dann kleine Bäumchen im Garten. Alle für mich zum Anpinkeln – das ist total nett von den Eichhörnchen.

Krähen werfen mit Maiskolben nach mir

Laut ist es auch im Herbst. Erst pfeift und singt es über mir, weil Vogelschwärme gen Süden fliegen. Ich bin immer neidisch, weil ich auch gerne in die Sonne flüchten würde. Stattdessen muss ich mich mit Krawallmachern herum schlagen: Schwarze Vögel, die in Massen herum fliegen, laut krächzen und rufen und einmal hat einer mit einem Maiskolben nach mir geworfen. Kein Witz: Die blöde Krähe hat im Flug den Maiskolben runter geworfen. Frauchen meinte, das war keine Absicht, aber ich traue den Viechern nicht über den Weg. Manchmal gehen die an meinem Zaun entlang spazieren – die kläffe ich aber an, dass sie aus meinem Revier verschwinden.

Ihr seht: der Herbst ist toll und man hat jede Menge zu tun. Genießt den Herbst und habt viel Spaß!  Text: Kimba / Foto: Marion Friedl

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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