Hochwasser bringt Tieren Angst und Leid

Copyright: Marion Friedl

Die Hochwasser-Katastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen betrifft auch zahlreiche Tiere. Die Riesenflut mit all ihrem Wasser, Schlamm, Geröll und auch ausgelaufenem Öl brachte nicht nur den Menschen Tod, Verletzungen, Verluste und Leid.

Unvorstellbares Leid für Mensch und Tier

Erst schlug Corona zu und nun das: Es ist unvorstellbar, was die Menschen in den Hochwassergebieten mitmachen müssen: Die Zahl der Todesopfer steigt weiter, viele Menschen wurden verletzt, Geschäftsleute stehen vor den Trümmern ihrer Existenz, Häuser wurden zerstört und die Bewohner haben ihr Zuhause verloren. Oftmals konnte man nur sich selbst retten und musste alles zurück lassen. Das Wasser kam in der Nacht und es bleib kaum Zeit, um Leib und Leben zu retten.

Viele brachten sich gemeinsam mit  ihren Haustieren in Sicherheit, doch es mussten auch Tiere zurück bleiben. Obwohl Lebensgefahr besteht, kehren nun Menschen zurück in ihre Wohnungen und  auf ihre Höfe, um ihre Tiere aus dem Katastrophengebiet zu holen. Private Haustierhalter sind nun in Not, Tierheime wurden schwer getroffen, Landwirte mussten ihre Tiere retten, aus Weiden wurden Seen, Ställe sind vollgelaufen, Häuser und Wohnungen wurden überschwemmt oder komplett zerstört.

Spenden nach der „entsetzlichen Tragödie“

Es ist eine „entsetzliche Tragödie“ erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Die Flut richtete in zahlreichen Tierheimen Schäden an, vielerorts mussten Tiere evakuiert und auf Pflegestellen verteilt werden, einige Tierheime sind wegen Stromausfällen nicht erreichbar. Der Tierschutzbund  werde laut Schröder „alles in unserer Macht stehende tun, um zu helfen und wir hoffen auch auf die Unterstützung von Tierfreunden im ganzen Land.“ Eine Möglichkeit sind Spenden, um die der Tierschutzbund bittet.

Der Tierschutzbund geht auch davon aus, dass auch viele Wildtiere, wie zum Beispiel Rehe und Hasen, Opfer der Flut wurden. Rehe, Hasen,

Dramatische Beispiele

Das gesamte Ausmaß ist noch gar nicht zu überblicken, aber einige Beispiele für in Not geratene Tiere und Tierbetreuer gibt es:

  • In Xanten mussten Rinder in Sicherheit gebracht werden.
  • Das Tierheim Solingen konnte rechtzeitig evakuiert werden.
  • In der Region Aachen wurde eine Reptilien-Auffangstation zerstört.
  • Im Eifel-Zoo Lünebach kamen die Tiere mit dem Schrecken davon, aber die Überschwemmungen richteten immense Schäden an Gehegen und Wegen an.
  • Allein die Feuerwehr Trier-Ehrang rettete rund 60 Haustiere.
  • Auch die Feuerwehr in Essen wurde mehrfach zum Retter von Haus- und Wildtieren.
  • Ein Erlebnisbauernhof bei Köln konnte seinen Tieren helfen, aber die Sachschäden sind groß.

Unbekannte Zahl an vermissten Tiere

Noch gibt es keine Informationen, wie viele Tiere vermisst werden, aber auch da dürfte es großes Leid geben, denn bestimmt gibt es zahlreiche Fellnasen, die ihr Zuhause und ihre Menschen verloren haben. Tierrettung und Tierschützer dürften auch hier alle Hände voll zu tun haben, um die Lieblinge aufzugreifen und wieder mit ihren Menschen zu vereinen.

Hilfe bei Facebook und vor Ort

Auch die sozialen Netzwerke wollen Tieren und ihren Besitzern sowie in Not geratenen Einrichtungen für Tiere helfen. Die Gruppen „Hilfe für Hochwasser betroffene Tierhalter“ und „Flutopfer Tiere“ sind Anlaufstellen für Helfer und Hilfsbedürftige. Bitte nicht vergessen, wenn Sie helfen wollen: Schauen oder hören Sie sich auch um, wo bei Ihnen in der Nähe Geldspenden, Sachspenden oder auch tatkräftige Hilfe benötigt wird. Text/Foto: Marion Friedl  

                                               

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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