Herbstanfang: Haustiere ziehen um ins Warme

Copyright: Marion Friedl

Heute ist kalendarischer Herbstanfang und die warmen Temperaturen sind trügerisch: Die Nächte sind schon empfindlich kühl und es geht strammen Schrittes dem Herbst entgegen. Damit endet die Gartensaison für viele Haustiere.

Outdoor-Abschied in Raten für Kleintiere

Für kleine Outdoor-Fans, wie z.B. Meerschweinchen oder Kaninchen, darf es ein  Outdoor-Abschied in Raten sein. Tagsüber noch ein wenig Sonne tanken, abends in der warmen Wohnung schlummern. Wer einen Stall hat, ist natürlich fein raus – vorausgesetzt der Tierbesitzer stattet ihn ab Herbstanfang kuschelig warm mit Stroh aus. Mit einer eigenen Haustür kann sich Meister Lampe dann selbst entscheiden, ob er rein oder raus will.

Auch in der Vogel-Voliere kann es zu kalt werden

Auch die Frischluft-Saison in der Vogel-Voliere geht mit dem Herbstanfang ihrem Ende zu. Zwar gibt es gefiederte Freude, die gut mit dem Winter zurecht kommen, aber auch bei denen gilt es vorsichtig zu sein: Fliegen hält warm, aber in einer Voliere ist nur begrenzt Bewegung möglich. Und dann kann sich der Vogel womöglich so sehr aufplustern wie man will – ihm wird es zu kalt. Wellensittiche, Papageien und andere Ziervögel sollten nun langsam wieder in die warme Stube umziehen. Sie sind einfach nicht für die Kälte gemacht. Außerdem gilt bei ihnen und vielen anderen Vögeln: Achtung, wenn der Herbstwind bläst! Zugluft kann krank machen und sogar tödlich sein.

Umzug vom Teich ins Aquarium

Nicht vergessen werden wollen die Fische im Teich. Wer so robust ist, dass er draußen überwintern kann, braucht einen mindestens 80 cm tiefen Gartenteich, damit er nicht komplett durchfriert und die Fische ihre Winterruhe halten können. Empfindliche Arten, wie z.B. Goldfisch und Koi, dürfen nicht draußen bleiben.

Sobald das Wasser im Teich nur noch acht bis zehn Grad warm ist, heißt es ab ins Aquarium oder in ein Winterbecken, das z.B. im kühlen Keller oder in der Garage steht. Dort darf der Winter verdöst werden. Um den Umzug zu erleichtern, mischt man Teichwasser mit normalem Wasser. Überwintern die Fische im Warmen verzichten sie oft auf die Winterruhe und brauchen dann natürlich Futter. Wer im Kühlen schlummert, stellt das Fressen ein. Das Winterquartier drin muss mit Pumpe, Filter und Beleuchtung ausgestattet sein.

Überwintern im Kühlschrank

Auch die Schildkröte will in der kalten Jahreszeit ihre Ruhe haben. Sie freut sich über eine dunkle, ruhige Kiste, die gemütlich z.B. mit Stroh gepolstert ist. Die bevorzugte Überwinterungstemperatur liegt bei 4 bis 6 Grad Plus. Manchmal ist das ein wenig schwierig, weil Wohnräume und oft auch der Keller beheizt sind. Deshalb ziehen sich einige Schildkröten in den Kühlschrank zurück. Bitte im Kühlschrank die automatische Beleuchtung deaktivieren, möglichst selten einen Besuch abstatten und natürlich auch auf die richtige Temperatur achten.

Auch Hund und Katze mögen es warm

Mit sinkenden Temperaturen und Nässe ist es auch für Hund und Katze wichtig, dass sie jederzeit ins Warme können. Bei Katzen eignet sich natürlich die Katzenklappe für Freigänger. Doch bei Hunden muss man schon aufpassen. Sie passen oft nicht durch die kleine Katzenklappe. Und dann sitzen sie womöglich frierend im Garten vor der geschlossenen Haustür. Also sollte die Fellnase rechtzeitig wieder ins Haus geholt werden. Gassi gehen ist natürlich auch bei Kälte der Hunde-Hit, zumal Bewegung warm hält. Aber wer beim Spaziergang arg schnell friert (z.B. Hunderassen mit dünnem Fell, Senioren, Welpen, kranke Hunde) freut sich über ein Hundemäntelchen. Text/Foto: Marion Friedl

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Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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