Gute Nachrichten von Paulchen und Pepino: Eine göttliche Orgie und ein Nashörnchen

Copyright: Marion Friedl

„In Rom hat es 20 Grad, Paulchen. In Madrid auch.“

„Geht das wieder los: Der kleine Spanier jammert.“

„Ich wollte damit nur die guten Nachrichten einleiten, Paulchen.“

„Was nutzen uns 20 Grad in Italien oder Spanien, Pepino?“

„Man könnte umziehen, Paulchen. Wer weiß, wie schlimm es noch kommt.“

„Wir haben Kimaerwärmung, Pepino.“

„Es fühlt sich aber wie Klimaerkältung an, Paulchen“

„Lass das Gejammer, Pepino. Ich habe eine wirklich gute Nachricht.“

„Wird es wärmer, Paulchen?“

„Dir wird warm ums Herz und im Bäuchlein, Pepino. Ich sage nur: Erstes Türchen!“

„Wau! Es ist endlich soweit! Wo ist der Adventkalender, Paulchen?“

„Unter Verschluss. Womöglich verpennt Frauchen das heutige Highlight, Pepino.“

„Hm, wir müssen uns was einfallen lassen. Aber vorher verbreiten wir gute Nachrichten, damit sie nichts zu meckern hat, Paulchen.“

„Dann fang mal an, Pepino.“

„Ich mal wieder. Na gut… In Indonesien wurde ein Sumatra-Nashorn geboren, Paulchen.“

„Happy Birthday, Nashörnchen!“

„Nashörnchen passt. Es ist ziemlich klein, Paulchen.“

„Naja, das ist oft so bei der Geburt, Pepino.“

„Ja, aber dieses Nashorn wird nie ein Riese, Paulchen. Es ist eine kleine Nashornart.“

„Also der Pepino unter den Nashörnern.“

„Cooler Name für das Nashörnchen. Pepino der Seltene…“

„Häh?“

„Das Nashönchen ist ein Hoffnungsträger, weil Sumatra-Nashörner so selten geworden sind. Und das ist doch wirklich eine gute Nachricht, Paulchen.“

„Stimmt. Die ist affenstark, Pepino.“

„Wie kommst Du jetzt auf Affen, Paulchen?“

„Das ist meine gute Nachricht: In Thailand haben Mamama…“

„Mama? Jahrlang hat sie Dir nicht gefehlt, Paulchen.“

„Ich rede nicht von Mama, Pepino. Die wollte mir dauernd was beibringen und mich erziehen.“

„Das ging wohl schief…“

„Ich wusste es eben zu verhindern, Pepino. Mamakak…“

„Arme Mama. Wenn sie hören würde, wie Du über sie sprichst, Paulchen.“

„Ich meinte Makaken, Pepino.“

„Jetzt wird es interessant…“

„Seit 35 Jahren gibt es jährlich eine Obstparty für die Affen, weil sie so viele Touristen mit ihrem Geld in den Ort Lopburi locken, Pepino.“

„Arme Affen… Die müssen ein Jahr lang auf ihr Honorar warten. Hoffentlich haben sie sich satt gefressen, Paulchen.“

„Es waren mindestens 4000 Makaken da und es musste mehrmals nachgefüllt werden. Die haben riesige Obstberge vertilgt.“

„Das Obst ist übrigens auch eine Opfergabe an den Hindu-Affengott Hanuman, Paulchen.“

„Cool. Eine göttliche Fress-Orgie.“

„Die Menschen glauben, dass die Makaken Nachkommen des Gottes sind, Paulchen.“

„Haha, wenn der Gott seine Gene weitergegeben hat, dann muss er schräg drauf gewesen sein, Pepino. Die Makaken klauen wie die Weltmeister, sie brechen in Häuser ein und fressen Vorräte auf und sie machen alles mögiche kaputt.“

„Affen halt…“

„Und es werden immer mehr, Pepino.“

„Was für eine gute Nachicht, Paulchen: Sie sterben nicht aus.“

„So kann man es auch sehen. Wir sollten darauf achten, dass wir nicht aussterben, Pepino.“

„Waas?!“

„Statt Leckerli-Büffet gibt es bei uns Adventkalender-Demenz und leere Bäuche, Pepino.“

„Auf zu Frauchen und dem Leckerli-Adventkalender, Paulchen!“

„Ich habe noch eine gute Nachricht, Pepino. Es sind zwei Kalender, damit wir uns nicht kloppen.“

„Wie schlau von Frauchen. Wir könnten uns ja an den Rand des Aussterbens kloppen, Paulchen.“

„Wir sollten sie loben und an die Kalenderparty erinnern, Pepino. Beeil Dich…“ Text: Paulchen und Pepino / Foto: Marion Friedl   

 

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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