Großer Brachvogel brütet am Flughafen München

Copyright: Yorck Dertinger, Flughafen München GmbH Unternehmenskommunikation

Das ist doch mal eine gute Nachricht: Der Große Brachvogel hat sich den internationalen Flughafen München als größtes Brutgebiet ausgesucht. Dieser seltene Wiesenbrüter ist in Deutschland leider vom Aussterben bedroht und steht deshalb auf Stufe 1 der Roten Liste Deutschland. Und alle Achtung: Es wurde nicht nur ein Brutpaar dort gesichtet – in der letzten Saison waren es sage und schreibe 94 Brutpaare.

 

So viele Brutpaare wie noch nie

Noch nie hat man so viele Brutppare am Flughafen gezählt. Niedergelassen hat sich der Große Brachvogel direkt neben den Start- und Landebahnen, teilt die Flughafen München GmbH (FMG) mit. Das könnte am geschützten Bereich innerhalb des Sicherheitszaunes liegen. Dort kann der Große Brachvogel ungestört brüten und den Nachwuchs aufziehen. So gesehen scheint das eine harmonische Nachbarschaft mit den großen, motorisierten Vögeln zu sein, die auf dem internationalen Flughafen landen und abheben.

Vogelschutzgebiet: Weitere Wiesenbrüter auf dem Airport

Der Große Brachvogel hat sich sozusagen auch für die Gastfreundschaft bedankt: Wegen des reichen Brachvogelbestandes wurden die Flughafenwiesen zusammen mit den im Norden angrenzenden Flächen des Erdinger Mooses 2008 zum Europäischen Vogelschutzgebiet „Nördliches Erdinger Moos“ erklärt. Der Große Brachvogel ist dort auch nicht allein, sondern hat Gesellschaft von weiteren Wiesenbrütern, wie Kiebitze, Feldlerchen, Grauammern und Rebhühnern.

Biotopmanagement schützt vor dem Aussterben

Klar, dass sich die Flughafen München GmbH über die Beliebtheit des Vogelschutzgebietes bei den gefiederten Freunden freut. Dies sei „ein gutes Beispiel dafür, wie Flugbetrieb und Vogelschutz durch geschicktes Biotopmanagement in Einklang gebracht werden kann“, verkündet das Unternehmen stolz. Und dieser Stolz sei der FMG angesichts der guten Nachricht gerne vergönnt. Das ist doch wirklich ein Erfolg im Kampf gegen das Artensterben. Dafür sagt auch mein Tierblog: Danke – und hoffentlich findet diese gute Tat viele Nachahmer. Text: Marion Friedl / Foto: Yorck Dertinger, Flughafen München GmbH Unternehmenskommunikation

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Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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