Greifvögel der Falknerei Schreyer begeistern

vogelbeobachtungWenn der Falkner Wolfgang A. Schreyer mit seinen Greifvögeln gastiert, dann wird eine Ferienaktion oder ein Event schnell zur interessanten und zugleich unterhaltsamen Lehrstunde. Groß und Klein erfahren, dass die Geschichte der Falknerei etwa 2000 Jahre vor Christi in Asien begann, Falken die schnellsten Tiere der Welt sind und dass ein Falkner immer mit Belohnung und nie mit Strafe arbeitet, wenn er seine Greifvögel motivieren will.

Die Greifvögel der Falknerei Schreyer sind so motiviert, dass sie sich in die Lüfte schwingen und sich aus der Hand des Falkners die leckere Beute schnappen, der kleine Buntfalke von Kopf zu Kopf durchs Publikum fliegt, der Adler zu Fuß am Publikum vorbei spaziert, ein Wettlauf bzw. Wettflug Mensch-Tier staunen lässt und sich der Weißkopfseeadler Nick, der in der TV-Serie „Forsthaus Falkenau“ mitspielte, vorstellt. Das Publikum wird nach allen Regeln der Greifvogel-Kunst begeistert und das Urteil der Zuschauer lautet immer: „Das war cool“. Am Ende der Vorführung ist die Zeit viel zu schnell vergangen und für die gefiederten Stars geht es heim „ins Fünf-Sterne-Hotel mit eigenem Badewasser“, so Schreyer.

Gastspiele mit Unterhaltung und Information

Längst sind der Unterschleißheimer Falkner Wolfgang A. Schreyer und seine Tochter Sandra Schreyer-Götz gefragte Gäste und das haben sie freilich ihrer tierisch faszinierenden Begleitung zu verdanken. Unterhaltung und Wissensauftrag liegen bei den Gastspielen nah beieinander. Seit 2005 besucht die Falkner-Familie Schreyer das Waldklassenzimmer im Staatsforstrevier Berglwald in Oberschleißheim und bei dem Unterricht zum Schauen und Anfassen sind Falken, Bussarde und Adler, aber auch Frettchen und Jagdhund mit von der Partie. Die Greifvögel beeindrucken auch bei Ferien- und Lernort Natur-Aktionen für Kinder, Ritterturnieren, Stadtjubiläen, historischen Festen, Firmenevents, Hochzeiten, Fotoshootings, Erlebnisveranstaltungen für kleine Gruppen und Flugvorführungen beispielsweise im Bergtierpark Blindham bei Aying.

Mehr über Adler, Habicht, Falke, Sperber und Bussard

Viele Gäste lernen dabei das erste Mal Greifvögel näher kennen und ein Blick auf die tollen Tiere lohnt sich. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Landesbund für Vogelschutz Bayern (LBV) haben den Habicht zum Vogel des Jahres 2015 gekürt. Wenn der bis zu 2,2 Kilo schwere Habicht mit seinem gestreiften Bauch die Flügel ausbreitet, bringt er es auf bis zu 122 Zentimeter Spannweite. Der Steinadler kann laut Deutschem Falkenorden bis zu 50 Jahre alt werden, beeindruckt mit seinem gleitenden Flug, hat es zum beliebten gefragten Wappentier gebracht und weil er mit bis zu 6 Kilo Gewicht und bis zu 2,30 Metern Flügelspannweite so groß ist, kann er sich in seiner Heimat, den bayerischen Alpen, auch mal eine Gämse oder einen Steinbock greifen. Der bis zu 51 cm große und bis zu 1,3 Kilo schwere Wanderfalke kann laut Wikipedia einen Sturzflug mit 140 km/h hinlegen und jagt bevorzugt Vögel im Flug. Ein kurzer, schneller Verfolgungsflug in Bodennähe ist die Jagdtechnik des Sperbers, der bis zu 41 Zentimeter groß und knapp 300 Gramm schwer wird und es auf maximal 80 Zentimeter Flügelspannweite bringt. Häufig zu sehen ist hierzulande der Bussard, denn der macht es sich auch auf Pfosten nahe der Straße gemütlich und – obwohl er ein geschickter Jäger ist – wartet er darauf, dass zum Beispiel eine Maus unter die Räder kommt.

Die nächsten Auftritte der Falkner-Familie Schreyer

Lust auf eine hautnahe Begegnung mit Greifvögeln? Hier einige Auftritte der Falkner-Familie Schreyer: Burg Pappenheim (27./28.6.), Freilandmuseum Bad Windsheim (5.7.), Hundesportverein Türkenfeld (12.7.), Nachtmärkte in Bad Wiessee (25.7.) und Herrsching (16.8.), Pferdefreunde Bissingen (8.8.), Ferienprogramm in Ilmmünster (13.8.), in Markt Simbach (23.8.) und beim Marktfrieden Frontenhausen (30.8.). Auf der Homepage der mobilen Falknerei Schreyer gibt es noch mehr Termine und die Möglichkeit ein Gastspiel zu buchen. Text/Foto: Marion Friedl

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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