Gras fressen ersetzt keine Beilage

Copyright: Marion Friedl

Wer glaubt, dass Hunde Gras fressen, weil keine grünen Beilagen im Napf landen, der irrt sich. Das Gras dient der Gesundheit, aber der Gesundheitseffekt liegt nicht an wertvollen Inhaltsstoffen. Das Gras ist eher ein Darmputzer und Magenfeger.

Wenn der Magen zwickt und der Darm verrückt spielt

Frisst ein Hund vermehrt Gras, dann zwickt es im Magen oder die Verdauung funktioniert nicht wie sie soll. Das Gras soll den Magen-Darm-Trakt aufräumen und säubern. Gerne wird Gras bei Durchfall gefressen. Durchfall deutet darauf hin, dass sich etwas im Hund befindet, das da nicht hingehört und der Körper will es mit aller Macht wieder los werden.

In einem Hundeleben passiert es hin und wieder, dass sich der Vierbeiner sozusagen den Magen verrenkt, weil er etwas Falsches gefuttert hat. Das ist bei uns Menschen nicht anders und in vielen Fällen auch nicht tragisch. Während wir dann zur Kohletablette greifen, zupft der Hund an Grashalmen. Aber: Wenn der Durchfall anhält, dann stimmt etwas nicht und häufig liegt es an der Ernährung.

Problem: Falsche Ernährung und giftige Häppchen

Wird der Hund mit vermeintlichen Leckerbissen vom Menschenteller verwöhnt, dann nimmt er auch Gewürze zu sich und die schädigen die Darmflora. Doch die falschen Häppchen können noch Schlimmeres anrichten. Es gibt auch Dinge, die Hunde nicht verdauen können, weil sie anders gestrickt sind als Menschen: Pilze, Weintrauben, Rosinen, Zwiebeln und Knoblauch sind Beispiele dafür. Pures Gift ist Bitterschokolade, denn ein Hundeorganismus wird mit dem Theobromin, das in der Kakaobohne steckt, nicht fertig und der Hund kann sogar in Lebensgefahr geraten. Gras fressen hilft dann leider gar nichts mehr.

Gras fressen hilft nicht gegen eine Futterallergie

Durchfall kann auch an einer Futtermittel-Allergie liegen. Allergisch reagieren manche Hunde auf Rind, Huhn, Schwein, Getreide, Kuhmilch und Milchprodukte. Kommt daraufhin der Durchfall auf Touren, wird der Hund zum Rasenmäher – in der Hoffnung, dass Magengrimmen, Durchfall und Blähungen wieder verschwinden, doch ohne Tierarztbesuch wird das nichts. Text/Foto: Marion Friedl

 

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Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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