Frag Paulchen und Pepino: Warum schläft Frauchen auf unserer Couch?

Copyright: Petra Kloiber

„Hast Du auch so schlecht geschlafen, Paulchen?“

„Ging so, Pepino.“

„Auf dem Hundekissen pennen, ist echt nicht prickelnd, Paulchen.“

„Ich hab auch keine Ahnung, warum Frauchen auf unserer Couch schlafen muss, Pepino.“

„Obwohl wir die Couch mit der kuschlig weichen, warmen Decke für uns reserviert haben, Paulchen.“

„Außerdem gäbe es ja für Frauchen noch das Bett, Pepino.“

„Vielleicht mag sie das nicht mehr, Paulchen. Ich finde es saugemütlich.“

„Man hat im Bett auch mehr Platz als auf der Couch, Pepino. Vorausgesetzt Frauchen strampelt nicht im Schlaf.“

„Ich glaube ja, dass sie alt wird, Paulchen.“

„Häh? Frauchen? Lass sie das bloß nicht hören, Pepino.“

„Naja, Seniorenhunde schlafen auch viel und sie schlafen überall ein, Paulchen.“

„Hm, das könnte eine Erklärung dafür sein, warum sie manchmal auf der Couch schläft und nicht im Bett, Pepino.“

„Gerne macht sie das nicht, Paulchen. Sie jammert immer, dass ihr Rücken weh tut, wenn sie auf der Couch geschlafen hat.“

„Menschen sind eigenartig, Pepino. Und unser Frauchen ist oberschräg.“

„Ich glaube, sie hat einen Kontrollverlust, Paulchen.“

„Was soll das sein, Pepino?“

„Sie schläft einfach ein, obwohl sie das gar nicht will. Sie hat das nicht im Griff, Paulchen.“

„Hm, das ist bedenklich, Pepino. Was, wenn sich das auf andere Bereiche ausdehnt und sie verpennt womöglich unsere Essenszeit.“

„Schreckliche Vorstellung, Paulchen. Mein Magen murrt schon… Aber vielleicht schläft sie auf dem Sofa, damit sie im Fernsehen nichts verpasst.“

„Das klappt dann aber nicht so, wie sie sich das vorstellt, Pepino. Sie beschwert sich jedes Mal, dass sie den Schluss von einem Film verpennt hat.“

„Alles klar: Sie kriegt das mit dem Schlafen wirklich nicht mehr hin, Paulchen.“

„Aua, mein Rücken… Mist, das Ende verpasst… Boah, unbequeme Couch… Es ist so was von ungerecht, zu meckern und zu schimpfen. Bei dem Tonfall denke ich  immer, dass sie uns meint, Pepino.“

„Dabei können wir doch nichts dafür, wenn sie falsch schläft, Paulchen.“

„Blöd ist auch, dass die nicht aufwacht, wenn sie auf der Couch schläft, Pepino. Da laufen wir zur Tür, um ihr den Weg zum Bett zu weisen, und sie kriegt das nicht mit.“

„Das könnten wir mit der Fernbedienung in den Griff bekommen, Paulchen. Krimi oder Western – wenn im Fernseher knallt, schreckt sie hoch und schaut, was los ist. “

„Aber nur kurz, Pepino. Dann dreht sie sich um und pennt wieder ein statt dass sie unsere Couch räumt.“

„Hm, es würde auch nichts bringen, wenn wir ihr eins von unseren Hundekissen als Schlafplatz anbieten würden, Paulchen.“

„Manchmal ist sie echt undankbar, Pepino.“

„Wir müssen sie austricksen, Paulchen. Wenn  wir etwas in den Türspalt legen, kriegt sie die Wohnzimmertür nicht zu.“

„Und was soll das bringen, Pepino?“

„Ist doch klar, Paulchen: Sie kann auf der Couch schlafen und wir gehen in ihr Bett.“

„Wau, da hätten wir ohne Frauchen richtig Platz, Pepino. Und im Schlafzimmer habe ich einen Betthupferl-Vorrat versteckt…“

„Super! Die heutige Nacht ist gerettet, Paulchen…“ Text: Paulchen und Pepino / Foto: Petra Kloiber  

 

 

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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