Fischsterben im Aquarium und Gartenteich

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Im Super-Sommer droht auch ein Fischsterben in Aquarien und Gartenteichen.  Deshalb brauchen Zierfische Hilfe und Pflege. Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) macht darauf aufmerksam, dass die wechselwarmen Fische in zu warmem Wasser Kreislaufprobleme bekommen. Außerdem: Je wärmer das Wasser, umso weniger Sauerstoff haben Fische und sie können ersticken. Die gute Nachricht: Es gibt hilfreiche Technik für Aquarien und Gartenteiche, aber es gibt auch eine schlechte Nachricht: Häufig sind die technischen Lebensretter bereits ausverkauft – man sollte also rasch suchen, finden und kaufen.

Auch tropische Fische leiden

Steigt die Wassertemperatur bis über 30 Grad, droht ein tragisches Fischsterben. Betroffen sind sogar tropische Zierfische und auch die Pflanzen im Aquarium. Grund: In ihrem natürlichen Lebensraum gibt es keine großen Temperaturschwankungen und deshalb werden sie im Aquarium mit einem großen Temperaturanstieg nicht fertig.

Fische brauchen unterschiedliche Pflege

Bei den Fischarten unterscheiden sich die Ansprüche an die Pflege, denn die hängt vom jeweiligen Organismus der Tiere ab. Aquaristik-Experte und ZZF-Vorstandsmitglied Bernd Silbermann  erklärt: „Labyrinthfische beispielsweise sind auch in der Natur Temperaturen von über 30 Grad ausgesetzt und fühlen sich daher auch bei Sommerhitze wohl. Für Korallen im Meerwasser-Aquarium dagegen werden Temperaturen über 28 Grad kritisch.“ Um ein Fischsterben zu verhindern, ist auch fachlicher Rat nötig. Infos rund um die Bedürfnisse der Fische bekommen Aquarianer beim Aquaristikhändler.

Sauerstoffmangel führt zum Fischsterben

Generell macht sich eine hohe Raumtemperatur in kleinen Aquarien schneller negativ bemerkbar. Auch ohne Sonneneinstrahlung kann es im Aquarium durch  Leuchten, Filter und andere Geräte warm werden. Im warmen Wasser wiederum kommt es zu Sauerstoffmangel und die Tiere können in Atemnot geraten und womöglich ersticken.

Rettung für die Fische im Aquarium

Die Rettung für Fische ist gekühltes Aquariumwasser. Hierfür sollten laut ZZF alle Abdeckungen geöffnet werden, damit die Wärme entweichen kann. Heizer und Leuchten sollten zeitweise abgeschaltet werden. Zusätzlich kann die Raumtemperatur mit Ventilatoren oder Klimaanlagen gesenkt werden. Auch ein Teilwasserwechsel mit kühlem Wasser kann die Temperatur unter 30 Grad drücken. Bernd Silbermann vom ZZF kennt weitere coole Tricks gegen das Fischsterben: Für kleinere Aquarien empfiehlt er, Eiswürfel oder Kühlakkus im Plastikbeutel ins Aquarium zu hängen. Im Fachhandel gibt es zudem professionelle Kühlaggregate und Ventilatoren.

Auch Fische im Teich brauchen Hilfe

Sorgsam im Auge behalten sollte man auch den Gartenteich. Bei extremer Hitze kippen Teiche gerne mal um und werden zur tödlichen Gefahr. Wenn das Thermometer auf über 30 Grad im Schatten klettert, dann könnte ein Fischsterben drohen. Sobald Fische nach Luft schnappen oder der Teich grüner wird, sollten die Alarmglocken schrillen. Helfen kann man hitzegeplagten Fischen mit Belüftern, Springbrunnen und Oxydatoren, die den Sauerstoffgehalt im Wasser erhöhen. Außerdem sollte laut ZZF täglich kühles Wasser nachgefüllt werden. Text/Foto: Marion Friedl

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Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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