Fellwechsel: Hilfen für den Hund

Copyright: Marion Friedl

Es wird Frühjahr und damit naht der Fellwechsel bei den Hunden. Kaum wird es wärmer und heller, werfen die Fellnasen nur so herum mit ihren Haaren. In der Regel kommen Hunde damit bestens alleine klar, aber man kann sie beim Fellwechsel auch unterstützen.

Abgestorbene Haare leicht entfernen

Mindestens vier bis sechs Wochen dauert der Fellwechsel. Dabei wird das dicke Winterfell abgestoßen und der Hund wird enorm viele abgestorbene Haare los. Manche Hundebesitzer saugen die losen Haare vom Hund ab, aber es geht auch preisgünstiger und weniger laut mit z.B. speziellen HaarsammelHandschuhen, einer samtenen Kleiderbürste oder einem Bimsstein.

Trimmen und scheren

Je nach Rasse wird auch mehr oder weniger viel Unterwolle abgestoßen. Rassen, die getrimmt werden müssen (z.B. Rauhaardackel) dürfen sich gerne einen Besuch beim Hundefrisör oder das Trimmen zuhause gönnen. Je wärmer es wird, freuen sich vor allem Hunde mit dickem Fell über eine Schur (z.B. Bobtail) im Hundesalon.

Welpen mögen es weich und spielerisch

An erster Stelle bei den Hilfen während des Fellwechsels steht natürlich das Bürsten. Welpen haben ein sehr zartes, weiches Fell und wenn sie in den Fellwechsel kommen, erneuern Sie ihr Haarkleid vom kuscheligen Babyfell zum robusteren Hundefell. Hundekinder brauchen da eine besonders sanfte Hilfe z.B. mit einem Fellpflegehandschuh oder Gummibürste. Beim Bürsten nur leichten Druck ausüben, denn der Welpe muss sich erst an die Fellpflege gewöhnen. Das lässt er sich spielerisch auch gerne versüßen: Misstraut er der Bürste, dann kann dieses Borstenvieh ja ein Leckerli zu hm hintransportieren. Zappelt er beim Bürsten herum, darf vorne gefüttert und hinten gebürstet werden.

Mit speziellen Bürsten auf Erfolgskurs

Mit speziellen Bürsten fällt die Fellpflege leichter. Kämme können Haare entwirren und Dreck entfernen. Mit einem Entfilzer werden hartnäckig verfilzte Fellstellen gelöst. Eine Zupfbürste sagt ebenfalls Filz den Kampf an, aber sie beseitigt auch leichteren Schmutz und abgestorbene Haare. Der Furminator kümmert sich um die Unterwolle. Rassen mit kurzen, harten Haaren brauchen eine Bürste mit kräftigen Borsten.

Massage für Haut und Haar

Das Bürsten ist für Hunde auch eine Wohlfühlmassage. Diese Massage hat aber auch noch einen weiteren Pluspunkt, denn sie regt die Durchblutung der Haut und pflegt zugleich den natürlichen Schutzfilm der Haut. Übrigens: Auch  Streicheleinheiten helfen beim Fellwechsel. Auch sie verwöhnen Haut und Haar und sind sozusagen eine wohltuende Streichelmassage.

Parasiten und Hauterkrankungen entdecken

Beim Bürsten sollte der Mensch auch die Augen aufhalten, ob er Parasiten (z.B. Zecken, Flöhe, Milben) oder Hauterkrankungen (z.B. Ekzem, kahle Stellen) erkennt. Flohkamm, Zeckenzange, Antifloh-Shampoo und Antimilben-Mittel können bei Parasiten helfen – natürlich sollte auch an die Vorbeugung mit einem Spot On oder einem Ungeziefer-Halsband  gedacht werden. Kahle Stellen können am Kratzen gegen den Juckreiz liegen, aber auch an einem Nährstoffmangel oder einer Erkrankung: Der Hund sollte deshalb den Tierarzt besuchen.

Nahrungsergänzungsmittel und Eigelb

Ob der Hund beim Fellwechsel mit Nahrungsergänzungsmitteln unterstützt werden muss, sollte der Tierarzt beurteilen. In Frage kommen z.B. Biotin für das Haarwachstum, Zink für die Haar-Hornsubstanz, Silicium (Kieselerde) für stabile, kräftige Haare. Ein natürlicher Trick für Glanz im Fell ist Eigelb: Den Dotter (ohne Eiklar) einmal wöchentlich ins Futter mischen.

Hilfen gegen Schuppen

Schuppen (weiß: Trockenheit, gelb: Talgüberproduktion) sind meist etwas ganz normales, aber sie können auch durch Stress verursacht werden oder auf Erkrankungen hindeuten (z.B. Allergie, Stoffwechselprobleme). Auch trockene Heizungsluft kann schuld an Schuppen sein. Über Schuppen freuen sich Parasiten, denn die ernähren sich davon. Ein Luftbefeuchter hilft gegen trockene Luft in der Wohnung, Parasiten sollten natürlich beseitigt werden, Nachtkerzenöl tut dem Feuchtigkeitsgehalt von Haut und Haar gut und es gibt Hunde-Shampoos. Text/Foto: Marion Friedl

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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