Farblichttherapie hilft auf die Pfoten

Bei der Gestaltung von Räumen wird auch viel auf Farben geachtet: Waren früher die Wände weiß oder höchstens beige, so werden heutzutage bewusst Farbakzente gesetzt. Das tut nicht nur dem Menschen gut, sondern auch Hund und Katze. Es ist nichts anderes als eine Art der Farbtherapie. Greift man statt zum Farbtopf zur bunten Lampe, dann spricht man von Farblichttherapie.

Farben wirken mit Schwingungsfrequenzen

Nun werden einige rufen: Stopp! Hund und Katze sehen anders als Menschen und nehmen nicht alle Farben wahr. Das ist richtig, aber es spielt keine Rolle bei der Farb- und Farblichttherapie. Vielmehr kommt es auf die Schwingungen und ihre Frequenzen an. Der indische Mediziner Dinshah Ghadiali konzentrierte sich auf zwölf Farben. Er entdeckte ihre Wellenlängen und fand heraus, dass das Licht einzelner Farben positiv auf den Organismus wirken und Blockaden reduzieren oder beseitigen können. Gelöst werden sowohl physische als auch psychische Blockaden. Vor allem das Farblicht kümmert sich als Energieform um Körper, Geist und Seele. Aber Achtung: Farblicht kann sich nur positiv auswirken, wenn man es richtig einsetzt. Es kann auch negative Auswirkungen haben, wenn man es falsch oder bewusst reizend einsetzt, wie etwa beim Stierkampf.

Farben und ihre Wirkungen

Grün gilt als konzentrationsfördernd, motivierend und optimistisch. Blau ist erfrischend, kühlend, klärend und beruhigend. Der Farbe Gelb wird eine wohlige, entspannende, wärmende und zugleich anregende Wirkung zugeschrieben. Besonders stark wärmend und anregend ist Rot. Fällt Ihnen etwas auf? Das entspricht doch ganz unseren Alltagserfahrungen: Im grünen Wald tanken wir motivierende Energie und nach dem Spaziergang klappt es auch mit der Konzentration wieder. Blaues Wasser empfinden wir im Sommer optisch und hautnah als angenehm erfrischend und kühlend. Das gelbe Licht der Sonne wärmt und wir fühlen uns wohl. Rot ist für uns eine äußerst temperamentvolle Modefarbe, steht auch für Erotik und ist zudem eine starke Warnfarbe.

Das berühmte rote Tuch

Das Farbwissen kommt nicht daher, dass man uns das von klein auf eingetrichtert hat. Wir empfinden diese Farben auch so. Bei Tieren ist das nicht anders – denken Sie mal an das rote Tuch beim Stierkampf. Klar, das Gewedel nervt den Stier auch, aber das Rot sendet auch Schwingungsfrequenzen aus und wenn die den ohnehin schon gereizten Stier zusätzlich anregen, dann ist eben was geboten.

Farblichttherapie richtig anwenden

Es kommt also darauf an, dass man die Farblichttherapie richtig anwendet: Erhitzte Gemüter und Entzündungen kühlt man mit Blau herunter, während die Farbe Rot Entzündungen verschlimmern kann, dafür aber mutiger und aktiver machen kann. Grün kann bei schlappen, müden Tieren die Lebensgeister wecken und Gelb kann bei Trauer oder Depression trösten oder das Immunsystem unterstützen. Es gibt noch eine ganze Menge seelische und körperliche Probleme, die mit den passenden Farben behandelt werden können. Anhaltspunkte dazu liefert auch die Edelsteintherapie, bei der die Steine auch nach ihren Farben eingeteilt und bestimmten Beschwerden zugeordnet werden können.

Auch Tageslichtlampen sind Therapie

Manchmal kommt die Farblichttherapie auch strahlend weiß daher: Dann werden Tageslichtlampen eingesetzt. Die Skandinavier kennen das besser als wir: Im Winter ist es dort lange dunkel und es gibt kaum Tageslicht – und schon geht es bergab mit der guten Laune, dem Antrieb und der Leistungskraft. Sie gönnen sich dann einen Solariumbesuch oder auch Tageslichtlampen, die das helle Sonnenlicht ersetzen. Aber auch wir – in unseren gemäßigten Winterzonen – sprechen vom Winterblues. Das tun wir auch, wenn Hund oder Katze miesepetrig und schlapp sind. Tageslichtlampen können dann wirklich eine gute Hilfe sein.

Farblicht eignet sich für alle Tiere

Fazit: Die Farblichttherapie eignet sich für alle Tiere. Am besten wirkt die Therapie mit Farblicht. Die farbliche Gestaltung von z.B. Liegeplatz, Raumwand etc. hat eine unterstützende Wirkung, ist aber nicht ganz so effektiv wie das Farblicht. Wichtig ist, dass vor der Farblichttherapie das Tier energetisch untersucht wird (z.B. Tierheilpraktiker, Schamane), damit das Problem richtig erkannt wird und die korrekte Farbe verwendet werden kann. Wie bereits erwähnt: Mit der falschen Farbe kann ein Laie auch viel verkehrt machen und Beschwerden verschlimmern.

Dauer und Häufigkeit der Therapie

Eine Farblichttherapie dauert etwa 20 Minuten – aber: Die Tiere zeigen an, wenn sie genug haben und sie wollen sich dann vom Licht entfernen: Das kann auch schon früher sein und es sollte respektiert werden. Ein anderes Mal fühlen sie sich so wohl, dass sie die Farblichttherapie länger als 20 Minuten genießen. Mit dem Farblicht sorgen die Tiere auch für ihre innere Balance und die ist eben mal schneller und mal langsamer erreicht. Wie oft Hund, Katze und Co. mit Farblicht verwöhnt werden sollen, hängt vom Einzelfall ab. Das kann bei chronischen, akuten und seelischen Beschwerden unterschiedlich sein.

Alternative zu teuren Therapiesitzungen

Fest steht aber: Mit einer einzelnen Behandlung ist es nicht getan. Eine Farblichttherapie benötigt immer mehrere Sitzungen und das kann ins Geld gehen. Für 20 Minuten können Sie in etwa 15 Euro rechnen. Da ist es sinnvoller, einmalig ein Beratungshonorar für den Farblicht-Experten zu investieren, sich einweisen zu lassen und sich dann ein günstiges Farblicht für die Heimtherapie zu kaufen, die der Tierbesitzer selbst vornimmt. Text/Foto: Marion Friedl

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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