Es gibt 16 Signale, wenn Hunde drohen

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Ja, das gibt es: Lächelnde Hunde. Doch wenn sie die Lefzen nach hinten ziehen, kann es auch gefährlich werden. Wenn Hunde drohen, ist genaues Beobachten ratsam, denn bis zum Biss zeigt der Hund 16 Kommunikationssignale.

Lächelnde Hunde sind total entspannt

Lächelnde Hunde liegen meist entspannt auf der Couch, lassen sich den Bauch kraulen und ziehen die Lefzen wohlig nach hinten bis die Zahnspitzen wie kleine Perlen schimmernd zu sehen sind. Über dieses Hundelächeln darf sich jeder Besitzer freuen.

Hunde drohen auch lautlos mit den Lefzen

Aber Achtung: Die Lefzen nach hinten gezogen, bedeutet oftmals auch: Es ist Gefahr in Verzug. Oft lautlos und leicht wird diese Warnung gezeigt, um dem Besitzer mitzuteilen: Das passt mir nicht, lass das besser. Kommt beispielsweise ein Knurren hinzu, wird es etwas brenzliger.

Wenn der Hund die Waffen blitzen lässt

Bis ein Hund zubeißt, wird ein 16stufiges Kommunikationsprogramm abgespult, das Mimik, Bewegung, Optik und Lautsprache einschließt und eine gute und genaue Beobachtungsgabe erfordert. Eine Stufe davon ist das vermeintliche Lächeln. Wenn Hunde drohen, kann dieses Grinsen mit Humor betrachtet als siegessicheres, drohendes Wildwest-Lächeln  bezeichnen – ganz nach dem Motto: Django spielt heute nicht. Die Lefzen werden nach hinten gezogen, um die Waffen blitzen zu lassen. Damit sind die Zähne gemeint, die drohend und meist begleitet von Knurren zur Schau gestellt werden.

Nach dem ersten Knurren wird das Gebiss gezeigt

Anfangs noch etwas zurückhaltend, aber unmissverständlich, ist dieses Knurren ein eindeutiges Warnsignal und gibt dem Gegner noch die Chance auszuweichen oder sich zurückzuziehen. In der nächsten Drohstufe wird nämlich das Gebiss wesentlich deutlicher gezeigt und die Lefzen kräuseln werfen Falten, bis sich die Nasenwurzel kräuselt.

Aggression kann auch Angst sein

Weitere Aggressions-Signale können ein starrer, dominanter Gang sein, eine feste Statur, eine erhobene Rute, gesträubte Haare und angelegte Ohren. Nicht immer steckt pure Aggression dahinter, wenn Hunde drohen. Auch Angst kann solche Signale hervorrufen, allerdings mit ein paar Unterschieden: Je weiter das Maul aufgerissen wird, umso mehr Angst hat der Hund. Angstbeißer gehen nicht angriffsbereit und einschüchternd nach vorn, sondern nach hinten, während sie gleichzeitig drohen. Deutlichstes Merkmal eines Angstbeißers ist die Rute, die nicht erhoben ist, sondern gesenkt gehalten oder gar eingeklemmt wird. Text/Foto: Marion Friedl

 

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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