Erstaunliche Ernährungssünden bei Katzen

Copyright: Marion Friedl

Füttern wir unsere Katzen eigentlich richtig? Das hat sich wahrscheinlich schon jeder Katzenbesitzer mal gefragt. Ein paar erstaunliche Ernährungssünden bei Katzen kennt die Tierärztin Caroline Heinz aus Hebertshausen – und an diese Sünden denkt bestimmt nicht jeder Zweibeiner.

 

Barfen ohne Kohlenhydrate

Caroline Heinz erklärt, dass zu viele dick machende Kohlenhydrate (z.B. Getreide) im Futternapf landen. Sie befürwortet deshalb das Barfen bei Katzen – ohne Kohlenhydrate und Zusatzstoffe, wie etwa Geschmacksverstärker. Eine Katze, die 5 Kilo wiegt, sollte täglich 150 Gramm Futter bekommen (viel Muskelfleisch, aber auch faschierte Knochen, Innereien, Fett, etwas Gemüse, ein Hauch Natursalz). Übrigens: Diese verflixten Kohlenhydrate stecken oft auch in Leckerllis und Light Futter.

Katzen müssen dauernd fressen

Caroline Heinz kennt weitere Ernährungssünden bei Katzen, die unwissentlich begangen werden. Wer kommt schon auf die Idee, dass Mieze nicht ein oder zwei Mal am Tag fressen muss, sondern dauernd? Grund: Die Katze muss permanent ihren Stoffwechsel versorgen und dazu braucht sie Nahrung. Deshalb: Mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt sind artgerecht und gesund.

Fisch ist nicht Fisch

Auch das dürfte nicht jeder wissen: Nicht jeder Fisch ist so gesund, wie z.B. Lachs oder Thunfisch. Wegen eines bestimmten Enzymanteils sollten Karpfen, Zander, Brasse, Sardelle, Makrele und Goldfisch nur selten auf den Speiseplan der Katze.

Trockenfutter tut Katzen nicht gut

Trockenfutter zählt ebenfalls zu den Ernährungssünden bei Katzen. Dieser Knabberkost erteilt Caroline Heinz eine klare Absage, denn: „Katzen trinken von Natur aus sehr wenig und bei Trockenfutter besteht ein hoher Flüssigkeitsbedarf.“ Wenn Katzenbesitzer auf das Barfen verzichten oder die Katze sich nicht aufs Barfen umstellen will, dann sollten sie der Katze wenigstens Nassfutter ohne Kohlenhydrate anbieten.

Wasser artgerecht anbieten

Apropos Wasser: Selbst der Wassernapf kann zu den Ernährungssünden bei Katzen hinzugezählt werden. Der Wassernapf sollte nicht neben dem Futternapf stehen und weil Katzen echte Fans von Frischwasser sind, macht laut Caroline Heinz ein Trinkwasserbrunnen Sinn, der zum Trinken animiert. Die Entfernung zwischen den Näpfen beschert der Katze ein paar Schritte Bewegung, fördert die Lust aufs Trinken und sorgt für ein wenig mehr Zeit zwischen Futter- und Wasseraufnahme. Außerdem landet nicht versehentlich Futter im Wasser und ein Brunnen bleibt sauberer als ein Wassernapf. Die Trennung von Futter- und Wasserstelle ist sogar artgerecht, denn die Katze stammt von der Falbkatze aus der Wüste ab und die findet Futter und Wasser nicht gleichzeitig direkt vor der Nase.

Na, haben Sie all diese Ernährungssünden bei Katzen gekannt? Man lernt doch nie aus… Text/Foto: Marion Friedl

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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