Enten frieren nicht an
Copyright: Marion Friedl

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Endlich! Deutschland taut wieder auf und anscheinend haben auch die Enten die Frostperiode gut weggesteckt. Zumindest sieht man sie jetzt wider putzmunter auf den letzten Eisschollen. Immerhin sind die Temperaturen in den letzten Wochen mancherorts bis auf Minus 20 Grad gefallen. Doch wie haben die Enten diese eiskalte Zeit eigentlich überstehen können und hatten die wirklich nur Schwein, dass sie nicht angefroren sind oder haben die raffinierte Tricks auf Lager?

Die Füße haben es in sich

Enten frieren nicht an – außer sie sind verletzt oder krank. Dann hapert es oft mit der Mobilität und das kann zum Verhängnis werden. Aber warum die passionierten Barfußläufer nicht auf dem Eis anfrieren, ist ein toller Wintertrick. Die Füße der Enten haben es nämlich im wahrsten Sinne des Wortes in sich. In dn Arterien fließt das Blut mit etwa 40 Grad Wärme nach unten und die Arterien kuscheln sich sozusagen ganz dicht an die Venen an. Die Venen wiederum zapfen das kühle Blut in den Füßen an und schicken es auf die Reise durch den warmen Körper der Ente. Dieser ewige Kreislauf ist ein schlaues System für den Wärmeaustausch. Auf gut durchbluteten, aber kühlen Füßen spaziert die Ente auf dem Eis herum und mangels Wärme kann das Eis unter ihren Watschelfüßen nicht schmelzen. Insgesamt aber wird der Ente so schnell nicht kalt, weil ja ständig das warme Blut durch den Körper fließt.

Kuschelig warmer Wintermantel

Außerdem haben Enten einen klasse Wintermantel. Die Federn sind so dicht und obendrein dank Ölsekret aus der Bürzeldrüse tüchtig eingefettet, damit Kälte und Nässe nicht durchkommen. So bleiben die Daunen unter dem Deckgefieder warm und kuschelig warm.

Manchmal wird die Nahrungssuche schwierig

Schwierig wird es jedoch bei der Nahrungssuche, wenn die Gewässer komplett und für lange Zeit zufrieren. Dann sind die Enten – wie alle Wildvögel – schon dankbar, wenn der Mensch ein wenig mit Futter aushilft. Aber so lange es irgendwo ein Eisloch gibt, können sie abtauchen und Nahrung suchen und wenn die Schneedecke nicht zu hoch ist, werden sie auch am Ufer fündig. Text/Foto: Marion Friedl

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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