Ein erkälteter Hund braucht Ruhe und Pflege

Copyright: Marion Friedl

Kann sich der Hund anstecken, wenn der Zweibeiner eine Erkältung hat und wie ist das umgekehrt? Die Meinungen gehen da auseinander. Wichtig und richtig ist aber in jedem Fall: Der erkältete Hund braucht Ruhe und Pflege.

Zwei Meinungen zum Ansteckungsrisiko

Laut Preisvergleichsportal für Apothekerprodukte apomio.de sind die Erreger bei Menschen und Tieren unterschiedlich. Deshalb könnten sich nur Menschen untereinander anstecken. Hat es hingegen das Tire erwischt, dann kann es den Erkältungserreger auch nur auf andere Tiere übertragen. Ganz anderer Meinung ist der Bund deutscher Tierfreunde, der dazu rät, dass sich verschnupfte Besitzer von ihren Haustieren fern halten sollen, denn auch Hunde und Katzen könnten vom Menschen angesteckt werden. Nun ja, jetzt kann man es sich heraus suchen…

Kuscheln verschieben

Aber diese Ungewissheit sollte kein Problem sein. Man geht einfach auf Nummer Sicher und verschiebt das Kuscheln auf gesunde Zeiten. Wer mehrere Hunde hat sollte die Schniefnase aus dem Rudel nehmen, damit er seine Kumpels nicht ansteckt.

Erkältete Hunde haben Symptome wie Menschen

Die Symptome einer Erkältung bei Hunden sind ähnlich wie beim Menschen: Häufiges Niesen, Nasenausfluss, Husten und leichtes Fieber. Außerdem wirkt der kranke Hund matt und erschöpft. Manche Hunde haben auch keine Lust auf Futter.

Kurze Gassi-Runden und keine Nässe

Kranke Vierbeiner brauchen Ruhe, aber natürlich müssen sie auch mal raus an die frische Luft. Die Gassi-Runden sollten kürzer ausfallen und der Hund sollte möglichst nicht nass werden. Lässt es sich nicht vermeiden, dann schützt ein Mäntelchen oder es hilft sanftes trocken rubbeln mit einem Handtuch.

Ob nass oder trocken – der Hund muss sich nach dem Spaziergang aufwärmen. Aber bitte nicht direkt neben der Heizung, denn die trockene Heizungsluft ist bei Husten, Halsschmerzen und Schnupfen unangenehm. Außerdem kann der Staub in der Heizungsluft zum Husten und Niesen reizen.

Der erkältete Hund muss viel trinken

Wichtig ist auch, dass der Hund viel trinkt. Für Trinkmuffel gibt es Tricks: Trockenfutter wird mit Wasser angefeuchtet oder durch Nassfutter ersetzt. Achtung!  Trinkt der Hund übermäßig viel, kann das am Fieber liegen und er muss schnell zum Tierarzt.

Medikamente nur vom Tierarzt

Der Tierarzt sollte ohnehin besucht werden, denn der Hund braucht Medikamente. Bitte Finger weg von der eigenen Hausapotheke, denn Hunde vertragen viele Medikamente aus der Humanmedizin nicht und es kann gefährlich für ihn werden. In Absprache mit dem Tierarzt kann dem kranken Vierbeiner auch eine  Rotlicht-Bestrahlung gut tun. Wenige Minuten reichen aus. Zwischen Lampe und Hund sollten etwa 50 Zentimeter Abstand sein.

Vielleicht rät der Tierarzt auch zum Inhalieren. Aber: Tiere inhalieren anders als  Menschen. Wir inhalieren intensiv über einer Schüssel und ein Handtuch über dem Kopf sorgt dafür, dass mögichst wenig Dampf entfleucht. Bei Hunden mit sehr empfindlichen Nasen darf der Mix von einem Liter heißem Wasser und einem Teelöffel aufgelöstem Meersalz gerne offen kredenzt werden. Der Hund bekommt  genug wohltuenden Dampf ab. Text/Foto: Marion Friedl

 

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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