Edelsteintherapie Teil 1: Das steckt dahinter

edelsteineVerleiht der Bergkristall der Katze erfrischende Energie? Steigert der Onyx die Konzentration des Hundes? Schützt Bernstein vor Zeckenbefall? Hilft der Smaragd dem Kaninchen nach der Operation auf die Beine? Es scheiden sich die Geister an der Frage, ob Edelsteine wirklich Heilsteine sind. Ich bin skeptisch, zumal Kimba trotz Kristallwasser keinen frischeren Eindruck machte, mit dem Onyx nicht konzentrierter lernte und den Zecken das Bernsteinhalsband schnuppe war.

Keinesfalls würde ich bei einer Erkrankung nur auf die Kraft der Edelsteine setzen. Wenn Hund, Katze & Co. gesundheitlich Hilfe brauchen, rate ich in jedem Fall zum Tierarztbesuch. Die Edelsteintherapie sehe ich allenfalls als ergänzende Unterstützung zur tierärztlichen Behandlung an. Dennoch: Ein Blick auf die faszinierende Edelsteintherapie lohnt sich und deshalb gibt es diese kleine Serie.

Steine faszinierten die Menschen schon immer

Nichts spricht dagegen, dem Haustier ein schützendes Amulett oder einen glücksbringenden Talisman zu spendieren. Sich vor dem Bösen schützen und gute Zauberkräfte bündeln – Steine mussten seit Menschengedenken schon immer ihre Dienste leisten. Rund um den Globus war man schon immer fasziniert von den magisch funkelnden Edelsteinen, die Kulturen, Religionen und auch den Handel und die Macht prägten. Sie waren Symbol für Reichtum, Wohlstand und Herkunft, wurden verschenkt, als Zahlungsmittel genutzt und in Gräber gelegt. Mit ihnen wurde der Blick in die Zukunft gewagt; Schamanen und Medizinmänner setzten auf eine heilende Wirkung der Steine.

Hildegard von Bingen setzte auch auf Heilsteine

Vor etwa 5000 Jahren tauchten die Edelsteine in China in einem medizinischen Buch auf. Bei uns schafften die Heilsteine ihren Durchbruch dank Hildegard von Bingen (1098-1179): Die Äbtissin schrieb ihre Erkenntnisse über die Edelsteintherapie und ihre Rezepte nieder und empfahl eine ganzheitliche Therapie mit Heilsteinen, Spiritualität und gesunder Ernährung.

In den Steinen stecken gesunde Geheimnisse

Doch was steckt in den Steinen? Ist es heilende Zauberkraft? Entdeckt wurde in den Steinen eine elektromagnetische Strahlung. Dank Magnetfelder finden Zugvögel den richtigen Weg und in der Tierheilkunde wird die Magnetfeldtherapie eingesetzt, wenn es zum Beispiel im Bewegungsapparat schmerzt. Auch die Farben spielen eine Rolle: Helle Farben stimmen fröhlich und optimistisch, schwarz wirkt bedrückend und traurig, Gelb strahlt Wärme aus, Blau wird als kühl empfunden. Dieses Farbempfinden wird auch in der Farblichttherapie für Mensch und Tier genutzt. Aber in den Steinen stecken noch mehr Geheimnisse: Mineralstoffe, Spurenelemente und Metalle. Ohne sie würde ein lebender Organismus – also der Körper – nicht auskommen. Deshalb fließen sie in die Naturheilkunde mit ein. Edelsteine punkten mit einer Vielzahl von wertvollen Stoffen. Dazu gehören vor allem:

  • Aluminium
  • Beryllium
  • Blei
  • Chrom
  • Eisen
  • Fluor
  • Gold
  • Kalium
  • Kalzium
  • Kobalt
  • Kupfer
  • Lithium
  • Magnesium
  • Mangan
  • Natrium
  • Nickel
  • Silber
  • Silizium
  • Strontium
  • Titan
  • Wismut
  • Zink
  • Zinn
  • Zirkonium

Jedes Mineral, Metall und Spurenelement hat wichtige Gesundheitsaufgaben. Es würde zu weit führen, in diesem ersten Teil der Serie alle Inhaltsstoffe detailliert zu betrachten, aber die Serie geht ja weiter.

In den nächsten 5 Teilen geht es um folgende Themen:

  • Welcher Stein enthält welche Inhaltsstoffe und wofür sind die gut?
  • Wie finde ich den richtigen Stein für mein Tier?
  • Bei welchen Beschwerden werden welche Edelsteine eingesetzt?
  • Wie handhabe, pflege und aktiviere ich die Steine?
  • Welche Anwendungsmethoden gibt es in der Edelsteintherapie?

Es kommt also noch viel auf uns zu und es wird spannend. Text/Foto: Marion Friedl

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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