Die Katze in Zahlen: Beeindruckende Fakten

Copyright: Marion Friedl

Katzen sind liebenswert, hübsch und geheimnisvoll. Sie haben auch viele Zahlen zu bieten und es lohnt sich, die Katze in Zahlen näher zu betrachten.

Wann wurden die ersten Katzen entdeckt?

In Ägypten wurden die Katzen verehrt und man hat dort auch Katzenknochen in Gräbern gefunden, die etwa 4.000 Jahre alt sind. Ziemlich alt, sagen Sie? Ja, aber es geht noch älter: Auf Zypern entdeckte man in einem rund 9.500 Jahre alten Grab Überreste einer Katze.

Wie viele Katzen und Rassen gibt es eigentlich?

In Deutschland miauen rund 13,7 Millionen Samtpfoten hinter Haus- und Wohnungstüren. Europaweit gibt es zirka 74,4 Millionen Katzen und weltweit sind es sogar über 500 Millionen. Übrigens: Es gibt etwa 50 Rassen.

Wie viel Geld geben Katzenbesitzer für ihre Lieblinge aus?

Auch das gehört zur Katze in Zahlen: Laut Zoo Royal werden online pro Monat und Katze knapp 21 Euro allein für Futter ausgegeben. Hinzu kommen Ausgaben für Zubehör, Streu, Pflegeprodukte und Spielzeug. Der durchschnittliche Warenkorbwert wird mit rund 40 Euro beziffert.

Was ist die magische 1 beim Katzenklo?

Wer mehrere Katzen hält, der braucht auch mehrere Katzenklos. Als Faustregel gilt: 1 Katzenklo mehr als Katzen im Haushalt leben. Das reduziert das Risiko der Stubenunreinheit.

Haben Katzen mehr als ein Revier?

Sowohl Freigänger als auch Wohnungskatzen haben 2 Reviere. Ein Heim- und ein Streifrevier. Im Heimrevier wird gefressen, geschlafen und gegebenenfalls werden dort auch die Jungen aufgezogen. Im weiteren Streifrevier wird gejagt, gespielt, beobachtet und gedöst. Katzen achten penibel auf die Reviergrenzen und zoffen sich deshalb auch mal.

Wie weit laufen Freigänger-Katzen?

Katzenmädels und kastrierte Kater tigern schon mal 400 Meter und weiter herum. Bei unkastrierten Katern geht noch mehr: Wenn die Herzensdame ruft, laufen sie locker 1 Kilometer weit.

Sind Katzen schnell oder eher langsam?

Im Normalfall sind Katzen gemütlich unterwegs. Doch wenn sie jagen, flüchten oder mit einem Kumpel ein Verfolgungsspiel spielen, können sie mit Ach und Krach sogar an der 50 km/h-Marke kratzen.

Wie viel Wasser trinkt die Katze?

Das Trinken geht bei Katzen blitzschnell. Bis zu 4 mal pro Sekunde schlabbert die Katze hintereinander im Napf und pro Schlabbervorgang befördert die zum Röhrchen gerollte und mit Widerhaken ausgestattete raue Zunge etwa 0,1 ml Wasser in die Katze hinein. Tipp: Weil Katzen von der in der wasserarmen Wüste lebenden nordafrikanischen Falbkatze abstammen, müssen unsere Miezen immer wieder mal zum Trinken animiert werden. Das gelingt mit verschiedenen Trinkstellen und einem verlockend plätschernden Brunnen.

Wie lange schlafen Katzen?

Katzen sind echte Schlafmützen. Bis zu 16 Stunden täglich verschlafen und verdösen sie. Im Schlaf verarbeiten sie Erlebtes, sie träumen (z.B. von der Jagd) und sie tanken Energie für neue Abenteuer.

Wie klettern Katzen?

In 2 Richtungen. Rauf geht es vorwärts und runter vom Baum geht es nur im Rückwärtsgang. Das muss jede Katze lernen und anfangs kann es aus Unerfahrenheit passieren, dass die Katze im Baum sitzt und sich nicht runter traut.

Landen Katzen immer auf vier Pfoten?

Die Katze braucht bei einem Sturz genug Fallhöhe – also auch Zeit – um sich so zu drehen, dass sie mit vier Pfoten aufkommt. Etwa 15 Meter Höhe kann sie ohne große Verletzungen schaffen. Beim Sturz wird erst der Kopf positioniert, dann biegt sich sozusagen die recht flexible Wirbelsäule zurecht und am Ende werden die Hinterpfoten mitsamt Schwanz in die richtige Stellung gebracht. Höhere Absturzstellen bieten der Katze mehr Zeit, um alles auszurichten.

Wie viele Wirbel und Knochen hat die Samtpfote?

Die biegsame Wirbelsäule ist ein echtes Wunderwerk: 30 Wirbel gibt es zwischen Hals und Becken; hinzu kommen rassebedingt bis zu 28 Schwanzwirbel. Insgesamt hat die Katze 240 größere und kleine Knochen.

Was leisten die Sinne?

Die Ohren werden jeweils von über 20 Muskeln bewegt und können höhere Frequenzen bis zu 65 Hertz wahrnehmen (zum Vergleich: der Mensch schafft bis ca. 20 Hertz). So ortet die Katze auch weit entfernte oder unter der Erde lebende Beutetiere. Die Augen punkten besonders in der Dämmerung und können räumlich viel wahrnehmen: Die Katze hat nämlich ein Gesichtsfeld von etwa 285 Grad – der Mensch bringt es auf nur 210 Grad. Mit 60 bis 70 Millionen Riechzellen hat Mieze eine sehr gute Nase, aber der Hund ist mit über 200 Millionen noch besser als sie. Weil der Geschmackssinn mit 500 Geschmacksknospen auf der Zunge nicht so gut funktioniert, wird gleichzeitig ein Zusatzorgan – das Jacobsonsche Organ hinter den Schneidezähnen – beschäftigt. 4 Körperpartien ergänzen sich beim Fühlen und Tasten: Haare (insbesondere die Schnurrhaare), Pfoten, Nase, Kopf.

Wie viele Haare hat eine Katze?

Etwa 25.000 Haare pro Quadratzentimeter sind es angeblich – mit Verlaub: ich habe sie nicht gezählt. Diese enorme Haardichte übertrifft die Haardichte von Hunden (1000 bis 9000) und Menschen (175 bis 350). Das Fell hält Feuchtigkeit ab, schützt vor Wind, aber auch vor Kälte und Hitze. Es ist sozusagen eine standardmäßig eingebaute Klimaanlage.

Wie viele Zähne hat eine Katze?

Katzenkinder haben 26 Milchzähne, doch nach dem Zahnwechsel ab dem etwa 4. bis 8. Lebensmonat punkten sie mit insgesamt 30 bleibenden Beißerchen. An den Reißzähnen sieht man, dass es sich um ein Raubtiergebiss handelt.

Die Katze in Zahlen ist nicht komplett? Steuern Sie Zahlen bei!

Na, was sagen Sie zur Katze in Zahlen? Das ist ein wirklich erstaunliches Tier, das mit so einigen Überraschungen aufwarten kann, nicht wahr? Ich wette, dass Sie nicht alles gewusst haben und wenn ich mir die Katze in Zahlen genauer ansehe, dann tippe ich mal darauf, dass ich nicht allein über 25.000 Haare pro Quadratzentimeter gestaunt habe. Wenn Sie noch mehr Zahlen kennen – immer her damit! Ich freue mich über Kommentare zu diesem Beitrag und bin gespannt, ob es noch mehr erstaunliche Zahlen gibt. Text/Foto: Marion Friedl

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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