Das Storchenjahr 2018 fiel gut aus

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Gute Nachrichten von den Störchen: Das Storchenjahr 2018 war besser als erwartet, meldet der Naturschutzbund Deutschland (NABU). Zwar gab es im Osten einen geringeren Bruterfolg, aber dafür stieg im Westen die Zahl der Storchenbrutpaare.

Bruterfolg meist besser als erwartet

Inzwischen sind die Störche schon in ihren afrikanischen und spanischen Winterquartieren. Während sich die Vögel dort vom langen Flug erholen, zieht der NABU Bilanz fürs Storchenjahr 2018. „Der Bruterfolg war trotz der anhaltenden Trockenheit in den meisten Regionen besser als erwartet“, sagt Christoph Kaatz, Sprecher der NABU-Bundesarbeitsgruppe Weißstorchschutz.

Verspätete Brutsaison im Osten

Vor allem in Ostdeutschland ging die Brutsaison 2018 mit Verzögerung los. Grund: Viel Störche kamen später aus den Winterquartieren zurück, weil es auf der Flugroute der Zugvögel in Bulgarien und Rumänien noch mal einen Wintereinbruch gab. Der Brutbestand ging dabei leicht zurück.

Zahl der Störche stieg im Westen an

Im Westen Deuschlands sah es jedoch ganz anders aus: Wie bereits in den Vorjahren stieg auch im Storchenjahr 2018 die Zahl der Störche an. „Die Weststörche ziehen zumeist nicht mehr nach Afrika, sondern überwintern bereits in Spanien – mit der Folge, dass eine größere Zahl zu uns zurückkehrt“, so Kaatz. Der Winterurlaub in Spanien ist die Hauptursache für den rsanten Wiederaufstieg des Weißstorchs im Westen. So verzeichnete beispielsweise Hessen 2018 ein Plus um zehn Prozent auf derzeit 700 Stochenpaare.

Viel Sonne für die Jungstörche

Während im verregneten Sommer 2017 viele Jungstörche die Nässe und Kälte nicht überlebten, wurden die Jungstörche heuer mit Sonne und Wärme verwöhnt. Allerdings machte diesmal die Trockenheit zu schaffen.  „In Regionen mit vielen Feuchtwiesen und Flussauen gab es mehr Jungstörche als in anderen Regionen, da dort genügend Futter zur Verfügung stand“, so Christoph Kaatz. Zugute kam den Störchen eine Eigenheit: Sie sind keine Futtermäkler. Gibt es weniger Regenwürme und Frösche, dann stehen eben mehr Insekten und Mäuse auf der Speisekarte.

Durchschnittlich zwei Junge pro Paar

In Sachsen und Niedersachsen lag der Bruterfolg bei durchschnittlich etwa zwei Jungen pro Paar. In Thüringen und Baden-Württemberg waren es im Storchenjahr 2018 sogar mehr Jungtiere pro Paar. Mit Blick auf den Storchenbestand stellte der NABU auch fest, dass es in Teilen Brandenburgs ein durchschnittliches Jahr war. Text/Foto: Marion Friedl

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Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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