Das braucht der Goldfisch im Winter
Copyright: Marion Friedl

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Teich heuer neu angelegt, die Goldfische hatten einen super Sommer und jetzt taucht die Frage auf: Wie überwintert man eigentlich Fische? Das geht drinnen und draußen, lautet die Antwort und was am ehesten in Frage kommt, entscheiden ein paar wichtige Gewissensfragen. Schließlich soll es dem Goldfisch im Winter an nichts fehlen.

 

Überwintern im Teich ist möglich, wenn alle Bedingungen stimmen

Wenn der Teich mindestens 120 Zentimeter tief ist, könnte er auch als Winterquartier geeignet sein und die Fische müssen nicht umziehen. Logisch: Friert der Teich jedoch komplett und bis unten zu, ist das für die Fische das Todesurteil. Sie sollten ohnehin einen kleinen Teil der Teichoberfläche eisfrei halten, damit die Fische auftauchen und Luft schnappen können. Außerdem muss auch im Winter Sauerstoff in den Teich gelangen. Mit einer Umwälzpumpe oder einer Springbrunnen-Fontäne klappt das in der warmen Jahreszeit prima, aber dabei wird auch das Wasser umgewälzt und das macht den Teich im Winter noch kälter als er eigentlich wäre. Eine Alternative ist ein Belüfter, der Sauerstoff in den Teich hinein transportiert. Eisfreihalter und Belüfter gibt es als günstiges Set im Handel oder Sie entscheiden sich für einen Durchlüfterstein und einen Schwimmheizer.

Das Wintercamp ist die sicherste Lösung

Wer auf Nummer Sicher gehen will, überwintert die Fische nicht im Teich, sondern in einem extra Winterquartier. Vor allem besonders empfindliche Arten, wie etwa Goldfische oder Koi, sind da besser aufgehoben als in jedem noch so tiefen Gartenteich. Das Wintercamp für Fische ist schnell eingerichtet: Prima geeignet ist eine Regentonne, die zum Beispiel in der kühlen und dunklen Garage aufgestellt werden kann. Damit sich die Fische auch wohl fühlen im Wasser, sollten Sie viel Teichwasser in die Regentonne füllen und nur etwa ein Drittel Frischwasser hinzufügen. Die ideale Wassertemperatur zum Überwintern liegt zwischen 4 und 8 Grad Plus. Für das Winterschwimmbad benötigen Sie jedoch wieder eine Pumpe, einen Filter und – wenn kein natürliches Licht in den Raum fällt – auch eine Beleuchtung mit Zeitschaltuhr. Denken Sie auch an eine Abdeckung der Regentonne, damit z.B. keine Maus hinein plumpst und kein Schmutz im Wasser landet.

Umzug ins Winterquartier ab etwa 10 Grad

Umziehen sollten die Fische, wenn das Teichwasser etwa 10 Grad kühl ist und die Temperaturen weiter fallen könnten. Das hat einen guten Grund, denn ab 10 Grad mit sinkender Tendenz hören die Fische auf zu fressen und tauchen so weit wie möglich nach unten ab, um es sich für die Winterruhe gemütlich zu machen. Während sie ruhen, verharren sie nahezu bewegungslos in Grundnähe und wer sie stört, weckt sie leider auch auf. Deshalb sollte man den richtigen Zeitpunkt nicht verpassen.

Der Hunger meldet sich bei Wärme oder nach der Winterruhe

Da Fische in der Winterruhe nicht fressen, entfällt auch die Fütterung im Winterlager – außer es ist so warm, dass die Fische keine Winterruhe halten. Erst wenn es wieder Frühling wird und die Temperaturen auf über 10 Grad steigen, meldet sich bei den Fischen der Hunger. Dann können sie wieder gefüttert werden und sie dürfen auch wieder in den Teich umziehen. Nicht wundern, wenn nach dem Aufwachen aus der Winterruhe sparsam getafelt wird: Der Appetit wächst nach und nach und ein paar Wochen lang halten die Fische quasi Frühjahrsdiät. Text/Foto: Marion Friedl

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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