Corona: Katzen und Hunde mit COVID-19 infiziert

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Im Haushalt einer Frau in Hamburg, die an oder mit COVID-19 verstorben ist, haben sich zwei Katzen mit dem Corona-Virus infiziert. Derzeit sind die Fellnasen auf der Isolations-Station im Tierheim untergebracht. Es geht ihnen insgesamt gut.

Meldepflicht bei Haus- und Nutztieren

Seit Juli 2020 sind gemäß einer Verordnung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft Corona-Infektionen bei Haus- und Nutztieren meldepflichtig. Damit will man einen Überblick über das Infektionsgeschehen bei Tieren in Deutschland erhalten und neue epidemiologische Erkenntnisse gewinnen. Außerdem will man zukünftig Gesundheitsrisiken für Tier und Mensch frühzeitig erkennen und geeignete Bekämpfungsmaßnahmen anwenden. Es handelt sich dabei um keine Testpflicht. Tiere sollten nur bei einem begründeten Verdacht getestet werden.

5 Katzen und 2 Hunde in Deutschland infiziert

Insgesamt sind 5 infizierte Katzen und 2 betroffene Hunde gemeldet worden. Bisher gibt es keine Hinweise, dass sich Menschen bei Hunden oder Katzen mit SARS-CoV-2 infiziert haben.

Kein Risiko für Menschen

Bundesministerin Julia Klöckner hatte das Fritz-Löffler-Institut (FLI) im vergangenen Jahr mit Studien zur Empfänglichkeit von Tieren für SARS-CoV-2 beauftragt. Ergebnis: Katzen und Frettchen sind für den Erreger empfänglicher als Hunde. Die bisherigen Erkenntnisse und Erfahrungen liefern aber keine Hinweise darauf, dass Haustiere das Corona-Virus auf Menschen übertragen.

Laut Ministerium beobachtet das FLI fortlaufend die Entwicklung bei Tieren und führt kontinuierlich Studien zu weiteren wissenschaftlichen Fragen rund um SARS-CoV-2 bei Tieren durch.

Nutztiere und Hunde weniger gefährdet als Katzen

Wie das Ministerium weiter mitteilt, sind Nutztiere, wie Schweine und Hühner, nicht infizierbar. Bei einzelnen Tieren, wie Rinder, wurde eine minimale Virusvermehrung beobachtet, die aber nicht an andere Tiere weitergegeben wurde. Von diesen Nutztieren geht laut Ministerium kein Übertragungsrisiko aus.

Im Bereich der Haustiere wurden SARS-CoV-2-Infektionen bei Katzen, Hunden und Nerzen festgestellt und untersucht. Das FLI und das Robert-Koch-Institut empfehlen die Nachverfolgung und Analyse der Infektionsketten. Dies soll z.B. mit der Meldepflicht möglich sein. Text/Foto: Marion Friedl

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Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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