Kimba weiss Rat: Wenn sich Hunde und Geister begegnen

Copyright: Marion Friedl

Puh, heute wird es spuky: Hunde und Geister – das ist mal ein Thema, oder? Manchmal stehe ich im Zimmer und starre lang auf einen Fleck. Einige Leute meinen, dass der Hund dann einen Geist sieht. Ehrlich gesagt: Wenn Hunde Geister sehen, dann nicht regungslos. Wenn ich so regungslos rum stehe, dann sehe ich keinen Geist, sondern strenge meinen Geist an – so gut es geht.

Reglos dastehende Hunde denken nach

„Oje, der Kimba denkt nach. Das dauert dann mal wieder“, scherzt mein Frauchen jedes Mal. Unerhört finde ich das. Ich denke eben sorgfältig und in aller Ruhe im Stehen nach. Aber weil wir Hunde besser verknüpfen als denken können, passiert das, was auch Frauchen passiert: Sie geht in einen Raum, steht rum, denkt nach und ihr fällt nicht ein, warum sie in den Raum gegangen ist. Zappenduster sozusagen. So wie bei mir. Kann schon mal passieren, oder? Meistens fällt mir später wieder ein, was ich eigentlich wollte – bei Frauchen ist das übrigens auch so, obwohl die lieber denkt als verknüpft.

Hunde spüren Geister meist eher als die Menschen

Wie dem auch sei: Eigentlich wollte ich über Hunde und Geister plaudern. Ich will ja nicht übertreiben, aber wir Hunde sind hochsensibel. Meistens zumindest. Und weil das so ist, nehmen wir auch Dinge wahr, die an Zweibeinern spurlos vorüber gehen. Oder sie bemerken irgendwas und suchen dann nach logischen Erklärungen, weil sie nicht zuordnen können, was sie da gespürt haben und weil sie nicht an Geister glauben. Wir Hunde sind den Menschen einige Fellnasen voraus. Wenn wir etwas spüren, dann wissen wir auch was es ist. Das gilt auch, wenn sich Hunde und Geister begegnen.

Geister sind ungemütlich kühl

Wir verzichten gerne aufs logische Denken und finden uns mit übersinnlichen Tatsachen ab. Wir wissen, dass es Geister gibt und manchmal treiben die sich auch vor dem Hundekörbchen, an der Haustür, bei der Couch oder im Schlafzimmer von Frauchen herum. Wenn ein Geist gut drauf ist, lässt er seine Energie ab und bewegt irgendwas oder macht Krach. Das kommt aber nur selten vor. Meistens haben die nur eine saublöde Angewohnheit: Es wird plötzlich kühl und Frauchen krabbelt dann unter ihre Decke und murmelt: „Heute ist das aber wieder ungemütlich.“ Wenn dann noch ein Windhauch im Wohnzimmer daher kommt, sagt sie: „Verzieh Dich!“ Und hey: Sie meint nicht mich.

Begegnen sich Hunde und Geister, werden die Vierbeiner unruhig

Ich bin da nicht so gelassen, wenn sich ein Geist vor meiner Nase tummelt. Ich winsle, knurre oder belle dann. Ja, ich kriege sogar Hummeln im Hundepo, weil sich ein Wesen in meinem Revier herumtreibt, das da nichts zu suchen hat. Außerdem muss ich ja auf Frauchen aufpassen. Die meint zwar, dass sie das selber hinkriegt, aber ich bin mir sicher, dass die ohne mich nicht durchs Leben kommen würde.

Geister können sogar meinen Fernseher killen

Wenn Hunde und Geister aufeinander treffen, nervt das. Die Geister tun nicht unbedingt das, was wir ihnen wuffen. Mit denen kann man einfach nicht reden. Denen ist es völlig schnuppe, was wir wollen und was nicht. Das ärgert uns und schon werden wir noch aufgeregter. Immerhin: Die Geister bleiben nicht lange, weil ihnen die Energie ausgeht.

Und dann kommen die mit der nächsten blöden Angewohnheit an. Sie zapfen beim Menschen oder bei elektrischen Geräten Energie ab. Zack brennen laufend irgendwelche Lampen aus oder sie killen den Fernseher – und dann werde ich stinkig, weil ich gerne die Werbung mit den vielen Tieren ansehen möchte. War alles schon da bei uns: Lampe ausgebrannt, Frauchen wechselt sie aus und am nächsten Tag war die Lampe schon wieder hinüber. Handy gab den Geist auf, DVD-Rekorder ging kaputt, Fernseher hauchte sein Leben aus – alles kurz hintereinander. Mann, Frauchen war vielleicht sauer!

Räuchern stinkt nicht nur den Geistern

Frauchen hat dann aber spannende Dinge getan: Meine Schamanen-Nudel hat dem Geist gesagt, dass es jetzt reicht mit seinen Faxen. Sie hat geräuchert und damit das Haus von negativen Energien gereinigt. Ich war übrigens fassungslos: Die hat sogar über meinem Hundebett mit dem Stinkezeug geräuchert. Igitt! Aber seitdem ist Ruhe in unserer Hütte und alle elektrischen Geräte laufen astrein. Nicht schlecht, oder?

Hunde sind tolle Geisterjäger

Alles in allem: Wenn Hunde und Geister aufeinander treffen, geht das meistens nicht reglos über die Bühne. Wir werden unruhig, winseln, knurren oder bellen. Mutige Hunde wollen den Geist angreifen und verjagen. Angsthasen suchen Schutz bei Frauchen oder ziehen sich unters Bett oder unter den Tisch zurück. Das ist wie eine Höhle und da fühlen wir uns sicher. Wir Hunde sind tolle Geisterjäger – beobachtet uns einfach, denn wir sagen Euch immer, wenn es spukt. Und dann solltet Ihr Euch was überlegen – bevor der Fernseher kaputt geht… Text: Kimba / Foto: Marion Friedl

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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