Kimba weiss Rat: Fasching kann Hunde nerven

Copyright: Marion Friedl

Karneval, Fastnacht, Fasching – egal, wie das heißt. Fest steht für Euren Kimba: Wenn das im Kalender steht, drehen die Zweibeiner mal wieder durch. Da meint man, dass Silvester vorbei ist und schwupp ist die nächste lautstarke Sause da. Ich sage Euch: Da kommt eine ganze Menge zusammen, was Hunde nerven kann.

Frauchen hat mich nur einmal zu einem Faschings-Umzug mitgenommen, weil sie beruflich unterwegs war und mich nicht allein zu Hause lassen wollte. „Den schauen wir uns jetzt an“, hat sie damals gemeint und ich bin erst mal voller Vorfreude mitgetappert. Aber ehrlich: Gefallen hat mir der Umzug nicht. Als sie gemerkt hat, dass meine Kippohren etwas eingeschüchtert durchhingen, meinte sie: „Kimba, das ist wohl nichts für Dich.“ Sehr scharfsinnig…

Wummernde Musik und Guttis, die ich nicht fressen darf

Bei uns in Bayern ist Fasching eine eher harmlose Sache, aber auch wenn die Bayern nicht so viel tröten und auch nicht laut Helau oder Alaaf rufen: Ein paar Ausrutscher passieren auch denen, die mir auf die Ohren und Nerven gehen. Mann, da war was los bei diesem Faschings-Umzug: Auf ein paar Wagen waren wummernde Lautsprecher und ich hatte das Gefühl, als würde die Musik unter meinen Pfoten auf dem Asphalt vibrieren. Eine Gruppe hat Peitschen knallen lassen. Wenigstens hat mich das bunte verstreute Pulver nicht getroffen – wie ich ausgesehen hätte… Aber irgendwer hat mir Guttis drauf geworfen und ich durfte die nicht mal fressen – obwohl ich mich ganz schön erschreckt hatte.

Gespensterhund und dämliche Luftschlangen

Witzig war allerdings ein Hund im weißen Gespenster-Look: Löcher im Leintuch für Kopf, Pfoten und Schwanz – und schon war der maskiert. Dem schien das auch zu gefallen, aber für mich wäre das nichts. Ich finde es schon dämlich, wenn mir Frauchen zu Hause eine dusselige Luftschlange auf den Kopf bläst. Und wenn ich sie dann beleidigt anschaue, sagt sie nur: „Von so einer Luftschlange stirbt man nicht, Kimba.“ Und Ihr braucht nicht glauben, dass die mir was von ihrem süßen Krapfen abgibt. Der ist angeblich ungesund – aber sie isst ihn. Naja: Immerhin spendiert sie mir ein Leckerli und sagt dazu: „Weil Fasching ist.“ Irre großzügig, oder?

Genau genommen, habe ich aber Glück mit meinem Frauchen: Ich muss keine Kostüme anziehen und muss mich deshalb nicht vor anderen Hunden schämen. Mich engt dann auch nichts ein und ich kann ungehindert an Bäume pinkeln.

Alkohol macht Menschen unberechenbar

Mir beiben auch Narren im Haus und Straßenfeste erspart. Mir soll’s recht sein. Wenn Menschen nämlich Fasching feiern, werden die unberechenbar und – entschuldigung – sie stinken nach Alkohol. Igitt! Außerdem versteht man sie schlecht, weil sie so undeutlich reden. Sie passen nicht auf, wohin sie treten und – zack – latscht irgendwer auf so eine arme weiche Hundepfote. Überhaupt: Vom geradeaus gehen kann keine Rede sein. Und Stimmungsschwankungen haben die auch: Lachen, weinen, streiten, schlafen, schreien, singen – volles Programm. Da kennt sich doch kein Hund mehr aus… Aber liebe Hundefreunde, einen Tipp habe ich für Euch, falls doch eine Party bei Euch daheim gefeiert wird: Überredet Frauchen doch mal zu einem eigenen Hundezimmer, in das Ihr Euch zurückziehen könnt, wenn es hoch hergeht. So ein eigenes Zimmer ist doch nicht schlecht, oder?

Ich bleibe zu Hause und wehe es kommt ein Cowboy daher

Für mich steht fest: Im Fasching bleibe ich zu Hause und passe auf Frauchen auf. Nicht, dass so ein irrer Cowboy kommt, herum ballert bis meine Kippohren zittern und dann Frauchen entführt. Nichts da! Ich bleibe wachsam und halte durch, denn am Aschermittwoch ist alles vorbei… Text: Kimba / Foto: Marion Friedl

About

Ich heiße Marion Friedl und bin Tierpsychologin und Journalistin. Mehr Infos gibt es übrigens auf der Seite: Über mich.

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